In Winterthur verurteilt - 22-Jähriger will keinen Ärger mit Freundin und erfindet filmreifen Überfall
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In Winterthur verurteilt22-Jähriger will keinen Ärger mit Freundin und erfindet filmreifen Überfall

Eine erfundene Geschichte präsentierte ein 22-jähriger Mann der Polizei in Winterthur. So wollte er sich gegenüber seiner Freundin für den späten Eingang rechtfertigen.

von
Thomas Mathis
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Zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse wurde ein 26-jähriger Mann verurteilt.

Zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse wurde ein 26-jähriger Mann verurteilt.

20min/Marco Zangger
Er hatte beim Verkehrsstützpunkt Winterthur der Kantonspolizei eine erfundene Straftat gemeldet.

Er hatte beim Verkehrsstützpunkt Winterthur der Kantonspolizei eine erfundene Straftat gemeldet.

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Grund: Er wollte sich Ärger mit der Freundin ersparen.

Grund: Er wollte sich Ärger mit der Freundin ersparen.

Kantonspolizei Zürich

Darum gehts

  • Der Polizei erzählte ein 22-jähriger Mann von einem angeblichen Raubüberfall, bei dem er gefesselt wurde.

  • Die Geschichte war erfunden, um seine Freundin nicht zu verärgern.

Es war schon spät, als der 22-jährige Mann im Juni 2017 aus der Wohnung seines Freundes kam. Sie hatten ein bisschen getrunken, Cannabis geraucht und Kokain geschnupft. Die späte Stunde brachte den Mann in eine verzwickte Situation, wie der «Landbote» berichtet. Er glaubte, ein grosses Problem zu haben: Wie soll er seinen späten Eingang gegenüber seiner Freundin rechtfertigen?

Am anderen Morgen jedenfalls ging er zur Kantonspolizei Zürich und erzählte dort, dass er von drei Afghanen ausgeraubt worden sei. Sie hätten ihn an einen Baum gefesselt und ihm ein Serviceportemonnaie mit rund 700 Franken abgenommen. Dank der Hilfe eines Spaziergängers, habe er sich befreien können. Ihn habe er gebeten, die Polizei nicht zu alarmieren.

Geldstrafe und Busse

Die erfundene Straftat währte nicht lange, wie es im Artikel heisst. Bei der dritten Einvernahme gab der junge Mann zu, dass er die Geschichte zusammengedichtet hatte. Er habe Alkohol und Drogen konsumiert und sei sehr spät nach Hause gekommen. Um sich gegenüber seiner Freundin nicht rechtfertigen zu müssen, habe er die Geschichte erfunden.

Der heute 26-jährige Mann wurde wegen Irreführung der Rechtspflege und Konsum von Betäubungsmitteln zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 90 Franken verurteilt. Bezahlen muss er eine Busse von 2000 Franken.

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