Aktualisiert 16.06.2017 07:01

Acht Tote in Ostchina

22-Jähriger zündete Bombe vor Kindergarten

Ein Mann hat im Eingangsbereich eines Kindergartens in Ostchina mit einem selbstgebauten Sprengsatz acht Menschen getötet. Auch er selbst wurde bei der Explosion getötet.

von
mch/fal
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Die Polizei geht von einem «Verbrechen» aus: Die Explsion hat sich im Eingangsbereich des Kindergartens ereignet. (16. Juni 2017)

Die Polizei geht von einem «Verbrechen» aus: Die Explsion hat sich im Eingangsbereich des Kindergartens ereignet. (16. Juni 2017)

Keystone/Li Xiang/Xinhua via AP
Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf acht gestiegen, mehr als 60 Menschen wurden verletzt.

Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf acht gestiegen, mehr als 60 Menschen wurden verletzt.

Keystone/Li Xiang/Xinhua via AP
Zu dem Zeitpunkt hielten sich die Kinder und ihre Erzieher laut der örtlichen Regierung noch in den Klassenräumen auf – von ihnen wurde demnach niemand verletzt: Die Aufnahme einer Überwachungskamera kurz danach. (15. Juni 2017)

Zu dem Zeitpunkt hielten sich die Kinder und ihre Erzieher laut der örtlichen Regierung noch in den Klassenräumen auf – von ihnen wurde demnach niemand verletzt: Die Aufnahme einer Überwachungskamera kurz danach. (15. Juni 2017)

AFP/CCTV/China out

Bei einer Explosion vor einem Kindergarten in der chinesischen Stadt Xuzhou in der Provinz Jiangsu sind mindestens acht Menschen getötet und 65 verletzt worden. Gemäss den lokalen Behörden hat ein 22-Jähriger mit einer nicht näher beschriebenen Nervenkrankheit eine selbstgebaute Bombe gezündet. Der Mann sei durch die Explosion gestorben, in seiner Wohnung sei Bombenmaterial gefunden worden. Zuvor war bekannt, dass die Polizei von einem «Verbrechen» ausgeht.

Zwei der Opfer seien sofort tot gewesen, die andere seien im Krankenhaus gestorben, berichtete das Staatsfernsehen am Donnerstag. Acht der Verletzten befanden sich demnach in Lebensgefahr.

Meterweit durch die Luft geschleudert

Zu dem Zeitpunkt hielten sich die Kinder und ihre Erzieher laut der örtlichen Regierung noch in den Klassenräumen auf. Von ihnen wurde demnach niemand verletzt. Zuvor hatte es geheissen, dass die Kinder das Gebäude gerade verlassen wollten.

Einige Opfer seien meterweit durch die Luft geschleudert worden, berichtete ein Augenzeuge der Zeitung «Global Times». Auf Bildern im Internet waren Dutzende Frauen vor dem Gebäude zu sehen. Mehrere lagen mit zerrissenen Kleidern auf dem Boden, einige wirkten bewusstlos. Unter den Opfern war auch ein kleines Kind.

Auch ein kleines Kind unter den Opfern

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua ereignete sich die Detonation am Donnerstagnachmittag (Lokalzeit) am Eingangstor des Kindergartens in der Stadt Xuzhou. Die Ursache war zunächst unklar.

Die Zeitungen «Global Times» und «China Youth Daily» berichteten unter Berufung auf Augenzeugen, dass an einem Imbiss-Stand eine Gasflasche explodiert war. Dafür gab es keine offizielle Bestätigung.

Die Information wurde in den sozialen Netzwerken sofort aufgenommen. Ein Nutzer schrieb, Strassenverkäufer mit ihren fahrenden Imbissen seien wie tickende Zeitbomben. (mch/fal/sda/dapd/afp)

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