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22 Jahre Haft für «Scream»-Mord in Frankreich

Für einen Mord nach dem Vorbild des Horrorfilms «Scream» ist ein 19-jähriger Franzose zu 22 Jahren Haft verurteilt worden.

Mit der hohen Haftstrafe wollte das Gericht in Nantes am Freitag die Schwere der Straftat ahnden.

Der damals 17-Jährige hatte im Juni 2002 eine 15-jährige Freundin mit 42 Messerstichen getötet. Zuvor hatte er nach eigenen Angaben den US-Horrostreifen «Scream» gesehen und sich danach «entschieden, jemanden zu töten».

Julien hatte Alice damals bei ihren Eltern am Stadtrand von Nantes zu einem Spaziergang abgeholt. Er verletzte sie mit seinen Messerstichen tödlich und ergriff dann die Flucht. Sie starb kurz nach der Einlieferung ins Spital, konnte Zeugen aber noch den Namen ihres Mörders nennen.

«Scream» ist eine Horror-Trilogie des US-Filmregisseurs Wes Craven. In den 1996 bis 2000 gedrehten Streifen geht es um Mordserien unter Heranwachsenden aus bürgerlichen Verhältnissen in einer westamerikanischen Kleinstadt. Die Täter tragen Masken, die von dem berühmten Bild «Der Schrei» des norwegischen Malers Edvard Munch inspiriert sind. (sda)

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