Abtwil SG: 22 Kinder in Quarantäne, weil Kindergärtnerin etwas gegessen hat

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Abtwil SG22 Kinder in Quarantäne, weil Kindergärtnerin etwas gegessen hat

In der Pause hatte eine Kindergartenlehrerin gemeinsam mit der Klasse gegessen. Zwei Tage danach wurde sie positiv auf Corona getestet. Als Folge mussten alle Kinder der Klasse in Quarantäne. Auch bei einem weiteren Schulhaus gab es einen positiven Fall.

von
Tabea Waser
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Noch bis Freitag müssen 22 Schüler einer Klasse der Schulanlage Ebnet zu Hause bleiben. 

Noch bis Freitag müssen 22 Schüler einer Klasse der Schulanlage Ebnet zu Hause bleiben.

Unsplash/Symbolbild
Die Schulanlage Ebnet liegt in Abtwil SG. 

Die Schulanlage Ebnet liegt in Abtwil SG.

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Grund für die Quarantäne der Kinder ist das positive Corona-Testresultat ihrer Lehrerin. 

Grund für die Quarantäne der Kinder ist das positive Corona-Testresultat ihrer Lehrerin.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • Eine Kindergartenklasse der Schulanlage Ebnet in Abtwil SG muss in Quarantäne.

  • Grund dafür ist ihre Lehrerin.

  • Sie wurde positiv auf Corona getestet und hatte mit der Klasse gegessen.

  • Im Schulhaus Engelwies in St. Gallen wurde bei mehreren Personen ein mutiertes Virus festgestellt.

22 Kinder einer Kindergartenklasse vom Schulhaus Ebnet in Abtwil SG befinden sich noch bis am Freitag in Quarantäne. Vergangene Woche wurde ihrer Lehrerin positiv auf Corona getestet. Wie das «St. Galler Tagblatt» schreibt, gab die Frau an, dass sie zwei Tage zuvor mit den Kindern in der Pause zusammen gegessen hatte. Dazu hatte sie die Maske abgenommen.

Raphael Franke, Schulpräsident von Gaiserwald, zeigt sich der Zeitung gegenüber überrascht: «Dass das allein genügt, um eine ganze Klasse in Quarantäne zu schicken, hat mich überrascht.» Er stehe aber hinter dem Entscheid von Kantonsärztin Danuta Zemp. Allerdings lasse es sich wohl kaum vermeiden, dass auch die Lehrperson einmal etwas esse oder trinke, wenn die Kinder immer beaufsichtigt werden müssen.

Maskenpflicht für Schüler

Nach den Winterferien soll es eine auf zwei Wochen befristete Maskenpflicht für Schüler ab der 5. Klasse geben. Die Lehrpersonen tragen jetzt schon alle Masken. Im Kanton Zürich gilt eine Maskenpflicht für Schüler ab der vierten Klasse.

Wie der Kanton St. Gallen am Freitag bekannt gab, bleiben die Schulen auch in den kommenden Wochen im Präsenzunterricht. Dieser Beschluss gründet laut einer Mitteilung auf zwei Faktoren: Erstens hat der Bundesrat auf Empfehlung seiner Task Force auf eine landesweite Anordnung von Fernunterricht verzichtet und zweitens gehen die Fallzahlen im Kanton St. Gallen spürbar zurück und haben mittlerweile ein vergleichbar tiefes Niveau erreicht. In der Volksschule werden präventiv zusätzliche Schutzvorkehren getroffen: eine umfassende Maskenpflicht für alle Erwachsenen, die sich in den Schulräumen aufhalten und ein Verbot offener Schulbesuchstage.

Mutiertes Coronavirus in St. Galler Schulhaus

Im Schulhaus Engelwies in der Stadt St. Gallen wurde ein mutiertes Coronavirus bei zwei Lehrpersonen und zwei Schülern festgestellt, teilt die Staatskanzlei des Kantons St. Gallen am Mittwoch mit. Das Kantonsarztamt habe in Absprache mit den Schulbehörden angeordnet, dass sich zwei Klassen in Quarantäne begeben müssen. In den Folgetagen werden alle Personen des Schulhauses Engelwies mittels PCR-Spucktest getestet. Die Resultate werden voraussichtlich am Freitag vorliegen.

Es bestehe Grund zur Annahme, dass in der Schule eine Häufung der Coronavirus-Variante aufgetreten ist. Aus epidemiologischen Gründen habe das Kantonsarztamt deshalb eine Quarantäne angeordnet. Die positiv getesteten Personen befinden sich in Isolation. Das Contact-Tracing-Team hat ausserdem bereits alle engen Kontaktpersonen in Quarantäne gesetzt.

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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