22 Tote bei Anschlag auf Bus mit Schulkindern
Aktualisiert

22 Tote bei Anschlag auf Bus mit Schulkindern

Sri Lanka steht kurz vor dem Kriegsausbruch: Wenige Stunden vor dem Ende des Waffenstillstands sind bei einem Bombenanschlag auf einen Bus im Südosten der Insel mindestens 22 Menschen getötet worden.

Das Verteidigungsministerium teilte mit, in dem Bus seien zahlreiche Kinder auf dem Weg zur Schule gewesen. Die Regierung machte die Tamilen-Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) für den Anschlag verantwortlich.

Nach Polizeiangaben wurden 40 Menschen bei der Detonation des Sprengsatzes in Buttola 200 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Colombo verletzt, etwa die Hälfte davon schwer.

Der Waffenstillstand zwischen der Regierung und der LTTE endet um Mitternacht (Ortszeit/1930 MEZ). Die Regierung hatte das von Norwegen vermittelte Abkommen vor zwei Wochen aufgekündigt.

In den vergangenen Wochen wurden wiederholt Anschläge verübt. Am Dienstag vergangener Woche kam der Minister für Aufbau und Entwicklung, D.M. Dassanayake, bei einer Bombenexplosion ums Leben.

Am 2. Januar waren bei einem Anschlag auf einen Armeebus, der ebenfalls der LTTE zugeschrieben wurde, fünf Menschen getötet worden. Die Armee will die LTTE in diesem Jahr vernichtend schlagen und den 25-jährigen Bürgerkrieg auf der südasiatischen Insel gewaltsam beenden.

Die Rebellen kontrollieren nach wie vor Teile des Nordens Sri Lankas.Mit dem Ende des Waffenstillstands nach knapp sechs Jahren zieht auch die nordische Mission der Überwacher des Abkommens ab.

Die LTTE kämpft für einen unabhängigen Staat für die tamilische Minderheit Sri Lankas. Der seit 1983 andauernde Bürgerkrieg hat bislang mehr als 75 000 Menschen das Leben gekostet.

(sda)

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