In Whatsapp-Chat: 23-Jähriger warnt 38 Mal vor Blitzern – und kassiert saftige Busse
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In Whatsapp-Chat23-Jähriger warnt 38 Mal vor Blitzern – und kassiert saftige Busse

Vor rund einem Jahr flog eine Whatsapp-Gruppe auf, in der vor Blitzern gewarnt wurde. 200 Radarwarner wurden angezeigt – unter ihnen ein Lernender aus dem Kanton Bern. Er wird mit 1180 Franken gebüsst.

von
Claudia Steiger
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Warnung vor Blitzern: Ein 23-Jähriger kassiert dafür eine happige Busse.

Warnung vor Blitzern: Ein 23-Jähriger kassiert dafür eine happige Busse.

20min-Community
Er hatte in einem illegalen Whatsapp-Chat 38 Mal auf Radarkontrollen aufmerksam gemacht.

Er hatte in einem illegalen Whatsapp-Chat 38 Mal auf Radarkontrollen aufmerksam gemacht.

20 Minuten
Aufgeflogen war die Gruppe vor rund einem Jahr, als die Polizei die Handys zweier Raser konfiszierte.

Aufgeflogen war die Gruppe vor rund einem Jahr, als die Polizei die Handys zweier Raser konfiszierte.

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Darum gehts

  • Ein 23-Jähriger hat in einer Whatsapp-Gruppe vor Blitzern gewarnt.

  • Dafür wird er mit rund 1000 Franken gebüsst.

  • Aufgeflogen ist die Gruppe bei der Kontrolle zweier Raser.

1180 Franken muss ein Lernender aus dem Kanton Bern bezahlen, weil er in einer Whatsapp-Gruppe vor Blitzern gewarnt hatte. Dies berichtet der «Blick». Die Gruppe war vor rund einem Jahr aufgeflogen, als die Polizei die Handys zweier Raser konfiszierte. 200 Radarwarner wurden dadurch ermittelt und angezeigt – unter ihnen auch der 23-jährige Berner.

38 Mal hat er im illegalen Chat vor Radarkontrollen gewarnt. «In Österreich und Deutschland wird das ja auch im Radio publiziert. Dementsprechend war mir gar nicht klar, dass es in der Schweiz illegal ist», sagt er laut Bericht. Ihm sei mittlerweile bewusst, dass er einen Fehler gemacht habe – die Busse findet er allerdings viel zu hoch: «Ich kann es kaum fassen. Für diese Busse muss ich zwei Monate lang arbeiten».

Der Lernende hat Einspruch gegen den Strafbefehl erhoben, tauchte an der Verhandlung allerdings unentschuldigt nicht auf. «Ich hatte Berufsschule und habe es einfach verhängt. Ich dachte, der Termin sei erst eine Woche später», sagt er. Nun bleiben ihm nur noch wenige Tage, um sich zu wehren – ansonsten muss er die Busse definitiv bezahlen.

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Deine Meinung

655 Kommentare
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Marcel K.

23.02.2021, 23:39

Die Verkehrspolizei kostet um ein vielfaches mehr als sie mit Bussgelder einnimmt. Natürlich geht es auch ums Geld. Und das ist auch gut so, sonst müsste ich mehr Steuern zahlen, denn das Geld braucht die Polizei so oder so. Wo sie es her nimmt ist dann eine andere frage

Korrektur der verzerrten Gefährderwahrnehmung

23.02.2021, 22:44

Eine Budgetierung des Bussenvolumens ist leider notwendig. Nur so wird die Finanzierung von Infrastruktur und Personal für die dem Staat aufgetragene Wiederherstellung der Strassenverkehrsordnung sichergestellt. In anderen Worten, je mehr Übertretungen festgestellt werden, desto grösser wird der Handlungsbedarf und Aufwand zur Wiederherstellung der Ordnung. Dieser Effekt wiederum fliesst ins sachbezogene Budget für Infrastruktur und Personal ein.

Fritzhabey

23.02.2021, 19:50

Ich wüste nicht wie andere warnen, der Blitzer sieht man nicht einfach so, kann andere erst warnen wen s mich erwischt hat dann muss ich noch das Handy benutzen, wer weis was alles in der Busse beinhaltet.