Massenpanik: 23 Menschen wegen Bargeld zu Tode getrampelt
Aktualisiert

Massenpanik23 Menschen wegen Bargeld zu Tode getrampelt

Bei einer Massenpanik in Indonesien sind mindestens 21 Menschen getötet und elf verletzt worden. Ausgelöst wurde das Gedränge, weil ein reicher Geschäftsmann wegen des Fastenmonats Ramadan Almosen verteilen liess.

Nach Polizeiangaben drängelten sich am Montag tausende Bewohner in einer engen Strasse der Stadt Pasuran im Osten Javas. Fernsehbilder zeigten, wie sich die Menge vor dem Eingang eines Hauses staute und Menschen gegen die Gitter drängte, wo ihnen die Luft weggedrückt wurde und sie zu Boden sanken.

Die Menschen hatten gehofft, eine Spende in Höhe von 30 000 Rupien (rund 7.50 Franken) pro Kopf zu bekommen, die eine reiche Familie verteilen liess. In Indonesien ist es üblich, dass Reiche während des Ramadan als Zeichen ihrer Wohltätigkeit Almosen an Arme vereilen.

Die betroffene Familie organisiere alljährlich eine derartige Geldverteilung, berichtete der Bürgermeister von Pasuran. Dieses Jahr sei der Ansturm mit mindestens 2500 jedoch besonders gross gewesen. (dapd)

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