Silvesternacht in Köln: 2300 Polizisten sollen Sex-Übergriffe verhindern
Aktualisiert

Silvesternacht in Köln2300 Polizisten sollen Sex-Übergriffe verhindern

Vergangenen Silvester kam es in Köln zu Belästigungen und Diebstählen. Um ein erneutes Chaos zu vermeiden, setzt die Stadt dieses Jahr auf ein neues Sicherheitskonzept.

von
bee
1 / 8
In der letztjährigen Silvesternacht verübten am Kölner Hauptbahnhof Männer massive Übergriffe auf Frauen. Die Täter stammten überwiegend aus dem nordafrikanischen Raum. (31. Dezember 2015).

In der letztjährigen Silvesternacht verübten am Kölner Hauptbahnhof Männer massive Übergriffe auf Frauen. Die Täter stammten überwiegend aus dem nordafrikanischen Raum. (31. Dezember 2015).

AFP/Markus Boehm
Auch Raubdelikte wurden gemeldet. (31. Dezember 2015)

Auch Raubdelikte wurden gemeldet. (31. Dezember 2015)

EPA/Markus Boehm
Mehrere Männer wurden für ihre Taten schuldig gesprochen.

Mehrere Männer wurden für ihre Taten schuldig gesprochen.

AFP/Markus Boehm

Tausende Sicherheitskräfte sollen in der kommenden Silvesternacht in Köln die Ordnung garantieren. Allein die Kölner Polizei will 1500 Beamte einsetzen, wie Polizeipräsident Jürgen Mathies am Montag ankündigte.

Das sind etwa zehnmal so viele wie beim zurückliegenden Jahreswechsel, der von massenhaften Übergriffen gegen Frauen überschattet wurde. «So etwas darf sich nicht wiederholen», sagte Mathies.

Die deutsche Bundespolizei will zudem mit rund 800 Beamten unter anderem in Bahnhöfen und Zügen in Nordrhein-Westfalen unterwegs sein. Zudem wird die Stadt Köln 600 Ordnungskräfte aufbieten.

Schutzzone um den Dom

Daneben wollen die Kölner Behörden in der Silvesternacht verstärkt Videotechnik einsetzen und Innenstadtplätze besser als bisher ausleuchten. Zudem wird eine Schutzzone um den Kölner Dom eingerichtet, in der ein Böllerverbot gilt. Die Schutzzone soll durch hüfthohe Absperrgitter mit Einlass- und Ausgangsstellen markiert werden.

Die Behörden wollen verhindern, dass sich das Chaos vom vergangenen Jahr in Köln wiederholt. Damals waren Frauen von Männergruppen massenhaft sexuell bedrängt und bestohlen worden. Zeugen beschrieben die Täter als arabisch und nordafrikanisch. Wie sich herausstellte, waren viele Flüchtlinge darunter.

Die Ereignisse machten international Schlagzeilen. Rund die Hälfte der Verfahren gegen namentlich ermittelte Beschuldigte sind mittlerweile wieder eingestellt worden. (bee/sda)

Deine Meinung