US-Serie: «24» reagiert auf Guantánamo-Debatte
Aktualisiert

US-Serie«24» reagiert auf Guantánamo-Debatte

Die Debatte um das US-Gefangenenlager Guantánamo hat laut Schauspieler Kiefer Sutherland auch die bekannte TV-Serie «24» verändert.

Der von ihm gespielte Anti-Terror-Agent Jack Bauer habe sich weiter entwickelt. «In der ersten Staffel folgte er noch blind einer Ideologie», sagte Sutherland in einem am Samstag vorab veröffentlichten Interview des Nachrichtenmagazins «Focus». «Jetzt, zu Beginn der siebten Staffel, sehen wir einen Helden, der über sich selbst nachdenkt und in Frage stellt, was er im Namen seines Landes getan hat.»

Die Serie reagiere damit auf die Debatte um Guantánamo, Amerikas Rolle als Weltpolizist und Folter bei Verhören. In «24» hatte die Figur Bauer mehrmals Terrorverdächtige gefoltert. US-Präsident Barack Obama will Guantánamo innerhalb eines Jahres schliessen lassen.

Der kanadische Schauspieler ist dem Bericht zufolge stolz, dass die Serie den ersten afroamerikanischen Präsidenten im US-Fernsehen zeigte. Sutherland glaubt allerdings nicht, dass «24» Obama damit auf dem Weg ins Weisse Haus geholfen hat: «Barack Obama hat sich seinen eigenen Weg in seine eigene Zukunft bereitet», zitiert ihn das Magazin. In den ersten beiden Staffeln stieg ein schwarzer Senator zum Präsidenten auf und erwies sich als ideale Besetzung für dieses Amt. Jede Staffel von «24» zeigt einen Tag in Echtzeit, weshalb die Staffeln 24 Folgen zu je 60 Minuten umfassen. (dapd)

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