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Politiker zeigt Herz24-Stunden-Betreuung – «das ist echte Liebe!»

Albert Fritsche pflegt seine behinderte Frau rund um die Uhr – die Kosten dafür trägt er selber. SVP-Nationalrat Lukas Reimann ruft nun zu einer Spendenaktion auf.

von
nab
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Albert Fritsche und seine Frau sind seit 60 Jahren verheiratet. Durch einen tragischen Unfall kann die Frau sich nicht mehr verständigen. Albert Fritsche (80) pflegt seine Frau rund um die Uhr - die Kosten trägt er selbst. Bis jetzt.

Albert Fritsche und seine Frau sind seit 60 Jahren verheiratet. Durch einen tragischen Unfall kann die Frau sich nicht mehr verständigen. Albert Fritsche (80) pflegt seine Frau rund um die Uhr - die Kosten trägt er selbst. Bis jetzt.

zVg
Denn Lukas Reimann startete ein Aufruf auf Facebook, um das Ehepaar finanziell zu unterstützten. Das ursprüngliche Ziel: 2000 Franken. Dieser Betrag wurde aber bereits knapp nach einem Tag erreicht.

Denn Lukas Reimann startete ein Aufruf auf Facebook, um das Ehepaar finanziell zu unterstützten. Das ursprüngliche Ziel: 2000 Franken. Dieser Betrag wurde aber bereits knapp nach einem Tag erreicht.

Keystone/urs Flueeler
In dem Post heisst es etwa: «Albert ist 24 Stunden für Sie da» und das obwohl sie sich nicht austauschen könnten und: «Über 100'000 Franken im Jahr kostet ihn das,»

In dem Post heisst es etwa: «Albert ist 24 Stunden für Sie da» und das obwohl sie sich nicht austauschen könnten und: «Über 100'000 Franken im Jahr kostet ihn das,»

Facebook.

Lukas Reimann lernte am 1. August das Ehepaar Fritsche aus Degersheim SG kennen. Das Schicksal der beiden berührte ihn so sehr, dass er nun auf Facebook zu einer Sammelaktion aufruft: «Liebe Freunde (...) Albert Fritsche und seine Frau sind beide über 80 Jahre alt und seit 60 Jahren verheiratet(...) Das ist echte Liebe!»

Wenn man jedoch richtig hinschaue, sehe man eine stark behinderte Frau – nach einem Unfall sei sie körperlich beeinträchtigt. Weiter geht es mit: «Albert ist 24 Stunden für sie da, obwohl sie nicht mehr miteinander sprechen oder sich schriftlich austauschen können.» Er pflege, koche, wasche und helfe ihr auch bei der Hygiene – liebevoll und mit enormem Einsatz.

Gewünschte Summe bereits erreicht

Vom Tixi-Taxi bis zum Rollstuhl koste Fritsche die Pflege über 100'000 Franken im Jahr. Doch: «Alles zahlt er selber», so Reimann in seinem Post. Die Mittel würden immer kleiner werden und Albert Fritsche sei verzweifelt. Er zahle ein Leben lang Steuern und spare dem Steuerzahler durch die Pflege zu Hause Tausende Franken. Und: «Niemand interessierts», doppelt er nach. Fritsche habe von niemandem Unterstützung erhalten. Und das obwohl an ganz vielen verschiedenen Stellen darum gebeten habe.

Bis jetzt: 2000 Franken wollte Reimann ursprünglich für das Ehepaar Fritsche sammeln – diese Marke wurde aber bereits nach einem Tag geknackt. Momentan befinden sich rund 2500 Franken in dem angelegtem Pott. Dieser Betrag dürfte in den kommenden Wochen aber noch steigen: Die Sammelaktion dauert noch ganze 49 Tage.

Reimann freuts: «Ich weiss zwar, dass die Probleme des Ehepaars mit 2000 Franken nicht gelöst sind.» Die Sammelaktion solle jedoch ein Zeichen von Wertschätzung und Anerkennung sein. Nachdem er Fritsche über die bereits gesammelte Summe informiert habe, sei Albert sprachlos und gerührt gewesen, heisst es in einem weiteren Post von Reimann. «Zudem hat die Aktion auch die Gemeindepräsidentin aufgeweckt, sie besucht ihn morgen.»

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