Nach Brand: 2400 Hanfpflanzen sichergestellt

Aktualisiert

Nach Brand2400 Hanfpflanzen sichergestellt

Mehr Arbeit als gewöhnlich hatte die Polizei nach einem Brand in Teufen AR, bei dem sie eine grössere Hanfplantage entdeckt hatte. Die Bestandesaufnahme dürfte länger gedauert haben.

Doppeltes Pech für einen 31-jährigen Schweizer: Nicht nur brannte sein Bauernhaus in Teufen AR ab. Die Polizei fand auch seine professionell eingerichtete Hanfplantage. Nun ist klar, was der heimliche Hanfbauer aufgeben musste: Insgesamt 2400 Pflanzen, die «kurz vor dem Reifestadium» standen, wie die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden am Montag mitteilte. Noch diese Woche werden sie unter Polizeiaufsicht vernichtet. Neben dem Hanf wurden auch die technischen Anlagen im Wert zwischen 30 000 bis 40 000 Franken beschlagnahmt. Wieso es brannte ist nach wie vor unklar.

Bei der kantonalen Notrufzentrale ging um 8.25 Uhr ein Alarm ein, wonach es im Ortsteil Löchli brenne. Beim Brandobjekt handelte es sich um einen umgebauten Bauernhof mit einem Wohnhaus und einer Schreinerei in der früheren Scheune. Nach rund zwei Stunden hatten die gegen 100 Feuerwehrleute aus Teufen, Gais, Bühler, Speicher und Trogen den Brand unter Kontrolle. Die ehemalige Scheune brannte vollständig aus, wie Polizeisprecher Willi Moesch sagte.

Die Löscharbeiten im etwas abgelegenen Weiler waren schwierig, weil einerseits die Zufahrtstrassen vereist waren und andererseits mehrere hundert Meter lange Wasserleitungen gelegt werden mussten. Weil durch den Brand auch drei Dieseltanks beschädigt wurden, aus dem knapp 2500 Liter Biodiesel ausflossen, musste die Feuerwehr auch Ölsperren errichten. (sda)

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