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25'000 historische Bücher für immer zerstört

Von den 30'000 historischen Büchern sind durch den Brand in der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek rund 25'000 unwiederbringlich verloren.

Nur 5.000 Bücher seien sanierbar, sagte Thüringens Kultusminister Jens Goebel (CDU) am Dienstag in Erfurt auf der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung, die sich mit den Folgen des Brandes beschäftigte.

Feuerwehrleute und Bürger haben während des Brandes rund 50.000 Bücher aus dem brennenden Gebäude geborgen. 15.000 stark durchnässte Exemplare sollen im Zentrum für Konservierung und Restaurierung der Deutschen Bücherei restauriert werden. Allein dort wird jedes Buch einen Aufwand von rund 500 bis 1.000 Euro erfordern, sagte Goebel.

20.000 Bücher mit geringeren Wasserschäden sollen in dem kürzlich vollendeten Tiefenmagazin der Weimarer Bibliothek bearbeitet werden. In dieses neue Tiefenmagazin sollten eigentlich die wertvollen Buchbestände für die geplanten Umbauten in den nächsten Wochen verlagert werden. Durch den Brand wird der Umbau der historischen Bibliothek weit kostspieliger werden und länger dauern. «Die Anna-Amalia-Bibliothek wird aber erhalten», betonte der Minister.

In der Kabinettssitzung wurde auch über einen Spendenaufruf «Weltkulturerbe retten!» informiert, den Ministerpräsident Dieter Althaus, sein Vorgänger Bernhard Vogel und Lothar Späth Künstler und Schriftsteller aus Thüringen sowie Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland unterzeichnet haben. (dapd)

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