25,5 Mio. Franken für Überquerung der Gleisanlagen
Aktualisiert

25,5 Mio. Franken für Überquerung der Gleisanlagen

Der Wettbewerb für den Neubau der Langensandbrücke in der Stadt Luzern ist entschieden. Die Jury wählte das Projekt «ad hoc» des Totalunternehmers Brun AG aus.

Der 25,5 Mio. Franken teure Bau soll voraussichtlich Ende 2009 eröffnet werden.

Die Langensandbrücke verbindet das Stadtzentrum mit dem Tribschenquartier und überquert die Geleise der Zufahrt zum Bahnhof Luzern. Die heutige, 66 Jahre alte Brücke ist in einem sehr schlechten Zustand. Zudem vermag sie den wachsenden Anforderungen des Strassen- und Schienenverkehrs nicht mehr gerecht zu werden.

Stadt Luzern und SBB führten deshalb einen zweistufigen Wettbewerb für einen Neubau durch. In der ersten Runde, bei der 34 Vorschläge eingingen, wurden drei Teams zum Gesamtleistungs- Wettbewerb ausgewählt. Sie hatten ein ausgereiftes Projekt mit verbindlichen Kosten auszuarbeiten.

Am Mittwoch wurde das Siegerteam präsentiert. Es setzt sich aus dem Totalunternehmer Brun AG (Emmenbrücke-Luzern), den Ingenieuren Guscetti & Tournier SA (Carouge GE), PlüssMeyer AG (Luzern), den Architekten Ueli Brauen und Doris Wälchli (Lausanne) sowie dem Stahlbauer Zwahlen & Mayr SA (Aigle VD) zusammen.

80 Meter Spannweite

Beim Projekt «ad hoc» handelt es sich um einen einfachen Balken mit untenliegender Tragsstruktur. Die Brücke hat eine Spannweite von 80 Metern und ist 27 Meter breit. Die Fahrbahnplatte weist vier Fahrspuren für den motorisierten Verkehr auf. Geh- und Radwege sind aussen an der Brücke angebracht, abgetrennt durch eine Leitmauer.

Die Kosten sind mit 25,5 Mio. Franken veranschlagt. Davon entfallen 14,2 Mio. Franken auf die Stadt, 11,3 Mio. Franken auf die SBB. Erwartet werden vom Agglomerationsprogramm Beiträge zwischen 30 und 50 Prozent. Voraussichtlich im Herbst 2006 befinden die Stimmberechtigten der Stadt Luzern über den Kredit.

Nimmt das Projekt die Hürde, soll Anfang 2008 mit dem Bau begonnen werden. Die eine Hälfte der Brücke würde erstellt, während die alte noch in Betrieb ist. Die neue Brücke «von schlichter Eleganz» (Peter Hunkeler, Leiter SBB-Projekt-Mangagement) könnte dann Ende 2009 in Betrieb genommen werden.

(sda)

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