25 Festnahmen am Kennedy-Airport
Aktualisiert

25 Festnahmen am Kennedy-Airport

Mit der Festnahme von 19 Arbeitern am New Yorker Kennedy-Airport sowie weiteren sechs Verdächtigen hat die US- Justiz nach eigenen Angaben am Dienstagabend einen gefährlichen Drogenring gesprengt.

Bei den Festnahmen seien mehrere Schusswaffen sowie 500 000 Dollar (rund 637 000 Franken) Bargeld sichergestellt worden, hiess es. Die Staatsanwältin bezeichnete den Fall als «besonders Besorgnis erregend», weil die Mitarbeiter ihr Wissen über die Sicherheitsmassnahmen des Flughafens genutzt hätten.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Festgenommenen vor, ihre Anstellung seit einem Jahrzehnt zum Drogenschmuggel missbraucht zu haben. Sie sollen Kokain und Marihuana im Wert von mehreren 10 Mio. Dollar in die USA geschmuggelt haben.

Der Aktion waren 14-monatige Ermittlungen vorausgegangen, in deren Verlauf die amerikanische Bundespolizei FBI mehr als 400 Kilogramm Kokain und mehrere hundert Pfund Marihuana überwiegend aus Jamaika und Guyana beschlagnahmte. Allein im September stellten FBI-Agenten drei Kartons mit insgesamt 185 Kilo Kokain im Wert von 23 Mio. Dollar sicher.

Bei anderen Gelegenheiten wurden die Drogen in Koffern oder in Eisboxen von Passagierflugzeugen nach New York eingeflogen und an den Flughafenkontrollen vorbei ins Land geschmuggelt.

Die Behörden werfen den Festgenommenen auch «eine potenzielle Bedrohung der Sicherheit des Heimatlandes» vor. Statt Drogen hätten sie bei entsprechendem finanziellen Anreiz sicher auch Terroristen ins Land geschmuggelt, meinte ein Sprecher der amerikanischen Einwanderungs- und Zollbehörde.

(sda)

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