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Die höchsten Punkte der Schweiz25 Gipfel in 26 Kantonen in 50 Tagen bezwungen

Thomas von Büren und Sandro Mirasolo bestiegen innert 50 Tagen die höchsten Punkte jedes Schweizer Kantons. Am Sonntag beendeten sie das Abenteuer auf dem Brienzer Rothorn.

von
ber
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Thomas von Büren und Sandro Mirasolo (beide 28) waren in jedem Schweizer Kanton auf dem höchsten Punkt. Hier auf dem Grimselpass zwischen den Kantonen Bern und Wallis.

Thomas von Büren und Sandro Mirasolo (beide 28) waren in jedem Schweizer Kanton auf dem höchsten Punkt. Hier auf dem Grimselpass zwischen den Kantonen Bern und Wallis.

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Innert 50 Tagen schafften sie ihr Vorhaben: Sie legten 1900 km zurück und überwanden 60'000 Höhenmeter.

Innert 50 Tagen schafften sie ihr Vorhaben: Sie legten 1900 km zurück und überwanden 60'000 Höhenmeter.

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Das Projekt Summits of Switzerland endete am 15. Juli auf dem Brienzer Rothorn (LU). Welche Gipfel Thomas von Büren (r.) und Sandro Mirasolo vorher erklommen, sehen Sie in der Bildstrecke.

Das Projekt Summits of Switzerland endete am 15. Juli auf dem Brienzer Rothorn (LU). Welche Gipfel Thomas von Büren (r.) und Sandro Mirasolo vorher erklommen, sehen Sie in der Bildstrecke.

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Ein Projektleiter und ein Schreiner aus dem Flachland begaben sich in diesem Sommer auf ihre ganz persönliche Schweizerreise. Innert 50 Tagen wollten die beiden 28-Jährigen unter den Projektamen Summits of Switzerland den höchsten Punkt in jedem Schweizer Kanton besteigen. Dabei waren sie stets mit dem Velo, zu Fuss oder auf Skiern unterwegs und erlebten die ganze Bandbreite zwischen Hochgebirgstour und Sonntagsspaziergang.

Vor allem mit dem Velo trainiert

So starteten der Oltner Thomas von Büren und Sandro Mirasolo aus Ebikon am einen Ende der Schweiz im Kanton Graubünden ihre Reise und beendeten diese im Herzen der Eidgenossenschaft auf dem Brienzer Rothorn. Dass dieses Projekt kein Schnellschuss war, zeigt schon die Planungszeit: «Wir bereiteten uns insgesamt zwei Jahre auf Summits of Switzerland vor», erklärt Mirasolo.

Zuerst hätten sie die kürzeste Route gesucht, um alle höchsten Punkte zu erreichen. Später sei die Suche nach Partnern und Sponsoren losgegangen. «Letztere braucht es, um den ganzen Materialverschleiss und Arbeitsausfall kompensieren zu können», so Mirasolo. Da die beiden Freizeitsportler unter dem Jahr an etlichen Läufen teilnehmen und auch versierte Bergsteiger sind, hatten sie beim Velofahren das grösste Trainingsbedürfnis: «Seit Anfang Jahr haben wir sehr viel auf dem Bike trainiert», so Mirasolo.

«Passtrassen sind gefährlicher als Hochgebirgsgipfel»

Während der 50-tägigen Reise legten von Büren und Mirasolo 1900 Kilometer zurück und überwanden 60'000 Höhenmeter. Dabei bestiegen sie in jedem Kanton einen anderen Gipfel – ausser in Appenzell Inner- und Ausserrhoden, die sich den Säntis teilen. Dabei waren sie nicht immer nur bester Laune: «Einige Male dachten wir schon ans Abbrechen. Etwa wenn sich einige lange Tage aneinanderreihten oder wenn schlechtes Wetter war.» Jetzt seien sie aber froh, nie aufgegeben zu haben.

Man könnte meinen, das Gefährlichste an einer solchen Expedition sei die Besteigung der Gipfel über 4000 Meter. Mirasolo winkt ab: «Es ist um einiges gefährlicher, mit einem Velo eine Passstrasse runter zu fahren. Sehr schnell ist man auf 60 km/h und dann meint ein entgegenkommender Motorradfahrer, er könne schnell ein Auto überholen. Das ist wirklich gefährlich.»

«Zurück gehts wohl mit der Seilbahn»

Mirasolo ist nach der Reise beeindruckt, wie vielfältig die Schweiz ist: «Ich habe zuvor nie bewusst in der Schweiz Ferien gemacht, das gilt es jetzt nachzuholen.» Und nicht nur die Gipfel, sondern vor allem auch die Strecken dazwischen seien sehr empfehlenswert. Die Vielfältigkeit schlägt sich auch in den nackten Zahlen nieder: So liegen zwischen dem höchsten Punkt des Kantons Genf (Les Arales auf 516 Metern über Meer) und jenem des Kantons Wallis (Dufourspitze auf 4634 Metern) über 4000 Höhenmeter.

Als 20 Minuten mit Sandro Mirasolo sprach, sass er gerade im Gipfel-Restaurant auf dem Brienzer Rothorn. «Mittlerweile hat es zu regnen begonnen und ich habe bereits das T-Shirt gewechselt», verrät der Ebikoner. «Wir werden wohl die Luftseilbahn nach Sörenberg nehmen, das wird ein spezielles Gefühl.»

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