Aktualisiert

25 Prozent weniger Gas in Ungarn

Nachdem Russland am Neujahrstag der Ukraine den Gashahn zugedreht hat, ist in Ungarn am Sonntagabend um 25 Prozent weniger russisches Erdgas eingetroffen als vertraglich zugesichert.

Dies bestätigte ein Sprecher des ungarischen Mineralölunternehmens MOL dem ungarischen Radio. Das für Ungarn bestimmte russische Gas wird durch die Ukraine geleitet.

Nach der Drosselung der für die Ukraine bestimmten russischen Exporte wegen eines Preisstreits war befürchtet worden, dass Kiew die durch das Land führenden Pipelines, die verschiedene europäische Länder mit russischem Erdgas versorgen, anzapfen würde.

Laut MOL ist die Versorgung der Bevölkerung nicht in Gefahr. Sollten die Lieferausfälle anhalten, würden jene Kraftwerke, die aus Erdgas Elektrizität erzeugen, angewiesen, die Stromgewinnung auf andere Energieträger umzustellen. Grosse Verbraucher wurden zudem angewiesen, ab Montag von Gas auf Erdöl umzusteigen. (sda)

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