Nach klaren Worten: 250 000 Dollar Busse für einen NHL-General

Aktualisiert

Nach klaren Worten250 000 Dollar Busse für einen NHL-General

Der Arbeitskampf in der NHL hat trotz allem einen gewissen Unterhaltungswert. Detroits Vizepräsident Jimmy Devellano muss 250 000 Dollar Busse zahlen. Weil er sagte, was er dachte.

von
Klaus Zaugg

Jimmy Devellano (69) ist Mitglied der NHL-Ruhmeshalle und hat die Detroit Red Wings in verschiedenen Rollen zu zwei Stanley Cups geführt. Jetzt ist er Vizepräsident. Er hat der «Island Sports News» im Zusammenhang mit dem Lockout gesagt, wie er die Dinge sieht. «Die Teambesitzer sind die Rancher und die Spieler und die Manager sind das Vieh. Den Teambesitzern gehört die Ranch und sie erlauben den Spielern, auf der Farm zu essen und zu trinken. So war es und so wird es bis in alle Ewigkeit bleiben.»

Nun, das mag eine etwas holzschnittartige Analyse sein – aber sie kommt der Wirklichkeit recht nahe. Die Teambesitzer sind halt Milliardäre und die Spieler Millionäre. Die Machtverhältnisse sind klar. Vieles deutet auf eine lange Dauer des Lockouts hin.

Imageschädliche Äusserungen sind verboten

Die NHL hatte an der markigen Aussage keine Freude und hat nun Jimmy Devellano mit sage und schreibe 250 000 Dollar gebüsst. Die NHL erlaubt grundsätzlich niemandem imageschädliche Äusserungen über die NHL. Auch Spieler sind schon zur Kasse gebeten worden. Bryan Trottier, einer der grössten aller Zeiten, wurde beispielsweise bereits für eine Zeitungskolumne mit moderater Schiedsrichterkritik gebüsst.

Das harte Vorgehen gegen den Polemiker Jimmy Devellano macht Sinn: Die Liga will verhindern, dass die Stimmung im Arbeitskampf noch mehr aufgeheizt wird. Auf der Seite der «Farmer» (Teambesitzer) spricht grundsätzlich nur NHL-Boss Gary Betmann zu den Medien.

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