Spitäler und Impfzentren – Bundesrat schickt bis 2500 Armeeangehörige in den Corona-Einsatz
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Spitäler und Impfzentren Bundesrat schickt bis 2500 Armeeangehörige in den Corona-Einsatz

Der Bundesrat hat am 7. Dezember einen erneuten Assistenzdienst der Armee zugunsten der zivilen Behörden beschlossen.

von
Benedikt Hollenstein
Konstantin Furrer
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Der Bundesrat beschliesst aufgrund der aktuellen Corona-Lage in der Schweiz weitere Unterstützung durch die Armee.

Der Bundesrat beschliesst aufgrund der aktuellen Corona-Lage in der Schweiz weitere Unterstützung durch die Armee.

20min / Oskar Moyano
Dies gibt Armeesprecher Daniel Reist im Rahmen der Pressekonferenz der Corona-Taskforce am Dienstag bekannt.

Dies gibt Armeesprecher Daniel Reist im Rahmen der Pressekonferenz der Corona-Taskforce am Dienstag bekannt.

20 Minuten
Die 2500 Soldaten sollen sich aus Durchdienern und Personen, die zurzeit ihren WK absolvieren, zusammensetzen.

Die 2500 Soldaten sollen sich aus Durchdienern und Personen, die zurzeit ihren WK absolvieren, zusammensetzen.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Die Corona-Situation in der Schweiz ist weiterhin prekär.

  • Das Gesundheitswesen ist stark strapaziert.

  • Jetzt soll die Armee aushelfen.

Aufgrund der hohen Fallzahlen und der Situation in den Spitälern schliesst der Bundesrat nicht aus, dass die Kantone mit ihren verfügbaren Ressourcen an die Grenzen stossen werden. Der Bundesrat hat deshalb beschlossen, dem Gesundheitswesen nach dem Frühling und Herbst 2020 in einem dritten Assistenzdienst die Unterstützung von bis zu 2500 Armeeangehörigen zur Verfügung zu stellen.

Konkret soll die Armee in folgenden Bereichen Unterstützung leisten:

  • Personelle Unterstützung in den zivilen Spitalseinrichtungen im Bereich der allgemeinen Pflege.

  • Unterstützung beim Impfen unter ziviler Einsatzleitung und kantonaler medizinischer Verantwortung.

  • Unterstützung von Transporten infektiöser Patienten mit geeigneten Transportfahrzeugen und Fahrern.

  • Unterstützung von Intensivpflegestationen ziviler Spitalseinrichtungen mittels personeller Verstärkung bei der Umlagerung von Intensivpflegepatienten sowie materieller Unterstützung.

Kriterien für Subsidiarität müssen erfüllt sein

Um diese zusätzlichen Kräfte und Mittel in Anspruch zu nehmen, müssen die Kantone in ihren Gesuchen aufzeigen können, dass zuvor sämtliche ihnen zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft wurden. Dazu gehören zum Beispiel die Rekrutierung von zusätzlichem Personal, das Beschäftigen von Arbeitslosen und das Anfragen von Freiwilligen.

Ausserdem müssen die Kantone beweisen können, dass auch in anderen Gesundheitseinrichtungen kein Platz für Patientinnen und Patienten besteht, wie der Bundesrat in seiner Mitteilung schreibt. Für diese Kontrollen und das Bewilligen von Gesuchen ist das BAG in seiner Rolle als Vorsitz des Bundesstabes Bevölkerungsschutz zuständig.

WK- und DD-Soldaten

Die 2500 Armeeangehörigen sollen sich vor allem aus Sanitätssoldaten, die momentan ihre Wiederholungskurse absolvieren, und Sanitäts-Durchdienern zusammensetzen. Auch einige Freiwillige mit Sanitätsausbildung sollen an der Aktion beteiligt werden. Weil der Assistenzdienst länger als drei Wochen dauert, muss er zuerst von der Bundesversammlung genehmigt werden. Der Beschluss gilt bis am 31. März. Schon im Frühling und Herbst 2020 unterstützte die Armee das Gesundheitswesen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie.

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