26 132 Jugendliche ohne Job
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26 132 Jugendliche ohne Job

2003 waren im Durchschnitt 26 132 Jugendliche arbeitslos – das sind fast 60 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Im Jahr 2002 hatten im Schnitt erst 16 426 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren keinen Job. Das entsprach einer JugendarbeitslosenQuote von 3 Prozent. Innert Jahresfrist schnellte die Quote auf 4,7 Prozent. «Viele Lehrabgänger finden keinen Job, vor allem im kaufmännischen Bereich», sagt Ursula Renold vom Amt für Berufsbildung und Technologie. Und Rita Baldegger vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) erklärt: «Das Handicap der Jungen bei dieser Konjunkturflaute ist die mangelnde Berufserfahrung.»

Die Arbeitslosigkeit hat nicht nur bei den Jungen einen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden im vergangenen Dezember 162 835 Arbeitslose gezählt. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent. Damit ist sie so hoch wie seit April 1998 nicht mehr.

Trotzdem ist Seco-Direktor Jean-Luc Nordmann optimistisch: Er rechnet mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent im nächsten Jahr und glaubt, dass die Arbeitslosenzahlen ab kommendem Frühling wieder sinken. «Der Aufschwung hat begonnen», so Nordmann.

Bernhard Brechbühl

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