Kriminalgericht Luzern: 26-Jähriger dealte mit 42 Kilo Drogen, jetzt wird er ausgeschafft
Publiziert

Kriminalgericht Luzern26-Jähriger dealte mit 42 Kilo Drogen, jetzt wird er ausgeschafft

17,5 KiloAmphetamin, 2 Kilo Kokain, 6500 Ecstasy-Pillen, 22,5 Kilo Marihuana: Mit diesen Mengen hatte ein Holländer zu tun. Das Gericht verurteilte ihn zu drei Jahren Haft.

von
Nathan Keusch
1 / 8
Das Kriminalgericht Luzern verurteilte am Dienstag einen 26-jährigen Holländer wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Das Kriminalgericht Luzern verurteilte am Dienstag einen 26-jährigen Holländer wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Gerichte Luzern
Der Beschuldigte habe mit 17,5 Kilogramm Amphetamin, 2 Kilogramm Kokain, 6500 Ecstasy-Pillen und 22,5 Kilogramm Marihuana zu tun gehabt, hiess es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft.

Der Beschuldigte habe mit 17,5 Kilogramm Amphetamin, 2 Kilogramm Kokain, 6500 Ecstasy-Pillen und 22,5 Kilogramm Marihuana zu tun gehabt, hiess es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft.

Luzerner Gerichte
Vielfach habe er aber nur eine untergeordnete Rolle gespielt oder sei nur dabei gewesen, ohne etwas zu verdienen.  Selber verkaufte er rund 500 Ecstasy-Pillen, allerdings ohne dabei etwas zu verdienen, sowie 750 Gramm Marihuana, mit dem er einen Gewinn von 2500 Franken machte.

Vielfach habe er aber nur eine untergeordnete Rolle gespielt oder sei nur dabei gewesen, ohne etwas zu verdienen. Selber verkaufte er rund 500 Ecstasy-Pillen, allerdings ohne dabei etwas zu verdienen, sowie 750 Gramm Marihuana, mit dem er einen Gewinn von 2500 Franken machte.

Luzerner Gerichte

Das Kriminalgericht Luzern verurteilte einen 26-jährigen Holländer wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Er habe hat sich an einem kiloweisen Handel mit Drogen beteiligt – aus Gutmütigkeit und als Zuschauer, wie ihm die Luzerner Staatsanwaltschaft zugute hielt. Er kommt deswegen mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe davon, wird aber des Landes verwiesen.

Täter war geständig

Die Mengen sind beeindruckend. Der Beschuldigte habe mit 17,5 Kilogramm Amphetamin, 2 Kilogramm Kokain, 6500 Ecstasy-Pillen und 22,5 Kilogramm Marihuana zu tun gehabt, hiess es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Vielfach habe er aber nur eine untergeordnete Rolle gespielt oder sei nur dabei gewesen, ohne etwas zu verdienen. Zudem habe er die Tatvorwürfe vollumfänglich eingestanden.

Der Beschuldigte könne deswegen noch knapp mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren bestraft werden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Probezeit sei aber beim Maximum von fünf Jahren anzusetzen.

Der Beschuldigte akzeptierte diese Strafe, und auch das Kriminalgericht teilte die Einschätzung der Staatsanwaltschaft. Der Niederländer wurde deswegen im abgekürzten Verfahren wegen mehrfachen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. Die 16 Monate, die unbedingt ausgesprochen wurden, hat er bereits in Untersuchungshaft und im vorgezogenen Strafvollzug abgesessen. Zudem werde der niederländische Staatsbürger für acht Jahre aus der Schweiz verwiesen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Drogen aus Holland geschmuggelt

Der Beschuldigte, der ein Jus-Studium begonnen hatte, begleitete praktisch gratis mehrere Drogentransporte von den Niederlanden in die Schweiz und nach Finnland. Der Chef der Drogenhändlerbande nutzte dabei Besuche aus, die der Beschuldigte bei seinen Eltern in den Niederlanden machte. Er fuhr im Auto des Beschuldigten mit, während die Drogen in einem anderen Fahrzeug transportiert wurden.

Weil der Kopf der Bande in der Schweiz noch fast keine Abnehmer hatte, versuchte der Beschuldigte laut Urteil auch im Drogenhandel zu vermitteln. Selber verkaufte er rund 500 Ecstasy-Pillen, allerdings ohne dabei etwas zu verdienen, sowie 750 Gramm Marihuana, mit dem er einen Gewinn von 2500 Franken machte.

Ferner habe der Beschuldigte mit Kollegen geplant, 20 Kilogramm Marihuana zu übernehmen, um es zu verkaufen. Schliesslich hätten sie aber auf den Deal verzichtet. Gleiches gilt für den Import von 5000 Ecstasy-Pillen und 500 Gramm Amphetamin.

(SDA)

Deine Meinung