Gin aus der Region: 26-Jähriger destilliert «flüssiges Grindelwald»

Aktualisiert

Gin aus der Region26-Jähriger destilliert «flüssiges Grindelwald»

Barkeeper Kilian Schmied hat mit 26 Jahren seinen eigenen Gin kreiert. Im Winter will er die ersten Flaschen an den Mann bringen.

von
Simon Ulrich
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Der Eiger Gin ist zurzeit exklusiv im Hotel Eiger Selfness in Grindelwald erhältlich.

Der Eiger Gin ist zurzeit exklusiv im Hotel Eiger Selfness in Grindelwald erhältlich.

ZVG
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Das Berner Oberland hat ab sofort seinen eigenen Gin. Barkeeper Kilian Schmied kreiert seinen eigenen Wacholderschnaps – den Eiger Gin. Weil er praktisch alle Zutaten am Fuss des Eigers sammelt, nennt er sein Destillat auch «Flüssiges Grindelwald». Der 26-Jährige reichert seinen Gin unter anderem mit Tannenspitzen, Johannisstauden, Schafsgarben und Thymian an. Diese Mischung verleihe ihm eine besonders regionale Note, was ihn von anderen Schweizer Destillaten unterscheide: «Der tannige Duft erinnert an den Grindelwalder Forst, das Harsche im Gaumen an das zuweilen garstige Wetter am Eiger», sagt Schmied.

Destilliert wird der 46-Volumen-prozentige Seelenwärmer in der Eigerwasser-Destillerie in Wilderswil. Erhältlich ist der Gin derzeit ausschliesslich im Hotel Eiger Selfness, wo der 26-Jährige hinter der Theke steht. Schmied hat jedoch bereits Expansionspläne mit seinem edlen Tropfen: «Wenn alles klappt und ich genug Kräuter zusammenbekomme, sollten im Winter 50 bis hundert Liter für den Verkauf bereit stehen», so Schmied zur «Jungfrau Zeitung»

Gin boomt

Dass sich Schmied gerade für eine Gin-Kreation entschieden hat, ist kein Zufall: «Beim Gin gibt es relativ wenig Vorgaben für die Zusammensetzung, nur Wacholder muss als Zutat zwingend enthalten sein. So sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt», erklärt der junge Barmann. Daneben habe ihn auch der aktuelle Gin-Boom beeinflusst. Insbesondere der Longdrink Gin Tonic erfreut sich weltweit grosser Beliebtheit.

Anklang findet auch der Eiger Gin. «Die ersten Reaktionen von Hotelgästen waren durchwegs positiv», wie Schmied sagt. Dennochist Schmid ist offen für konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge: «Ich will schliesslich auf den Gaumen des Kunden eingehen.»

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