Unwetter in Japan: 26 Menschen kommen in den Fluten um

Aktualisiert

Unwetter in Japan26 Menschen kommen in den Fluten um

Reissende Flüsse und schlammige Wassermassen fluten Teile Japans. Die Zahl der Toten im Unglücksgebiet ist auf 26 gestiegen. Es ist keine Wetterberuhigung in Sicht.

Nach den verheerenden Unwettern in Japan ist die Zahl der Toten Behördenangaben zufolge auf 26 gestiegen. Sechs Menschen galten noch als vermisst, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete.

Tausende Menschen waren am Sonntag auf der südlichen Hauptinsel Kyushu weiterhin von der Aussenwelt abgeschnitten. Für etwa 250 000 Menschen, die am Samstag aufgefordert worden waren, ihre Häuser zu verlassen, gab es am Sonntag jedoch Entwarnung.

Die von der Aussenwelt abgeschnittene Bevölkerung werde per Helikopter mit Notrationen versorgt, teilte eine Sprecherin der Stadt Yame in der Präfektur Fukuoka im Norden der Insel mit. Noch sei unklar, wann der Zugang zu den betroffenen Gebieten wieder frei sei.

(Video: YouTube/AlJazeeraEnglish)

Soldaten im Dauereinsatz

Das Fernsehen zeigte, wie Soldaten Wasser, Nahrung und Medizin in Militärhelikoptern in die Gebirgsregion brachten. 3600 Menschen mussten nach Angaben des Fernsehsenders NHK am Sonntag ihre Häuser verlassen, weil diese überflutet wurden.

Im Fernsehen war zu sehen, wie Rettungskräfte mit schwerem Gerät die Strassen von Bäumen, Schutt und Felsbrocken räumten, während Bewohner Schlamm aus ihren Häusern schaufelten.

Keine Beruhigung in Sicht

Am schlimmsten betroffen war das Gebiet um den Vulkan Aso in der Präfektur Kumamoto, südöstlich von Yame.

Die japanische Wetterbehörde warnte am Sonntag vor weiteren Erdrutschen und Überschwemmungen im Norden der Insel Kyushu, da durch hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze weitere Gewitter zu befürchten seien. Am Samstagmorgen waren pro Stunde elf Zentimeter Regen gemessen worden.

Auch die 500 Kilometer entfernte Stadt Kyoto war am Sonntag von starken Regenfällen betroffen. Medienberichten zufolge wurden dort 20 Häuser überschwemmt. Japan wird seit Mittwoch von heftigen Regenfällen heimgesucht. (sda)

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