Lenzerheide: 26 Ranger sorgen für Ordnung und greifen wenn nötig durch
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Lenzerheide26 Ranger sorgen für Ordnung und greifen wenn nötig durch

Die Ferienregion Lenzerheide setzt auf Winter Ranger. Diese sind vielorts unterwegs und sorgen dafür, dass die Corona-Regeln eingehalten werden. Sie geben aber auch Geheimtipps.

von
Michel Eggimann
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Winter Ranger sorgen in Lenzerheide für Ordnung und sorgen sich um die Gäste.

Winter Ranger sorgen in Lenzerheide für Ordnung und sorgen sich um die Gäste.

Sundroina Pictures
Die Ranger geben auch Tipps und gehen aktiv auf die Gäste zu.

Die Ranger geben auch Tipps und gehen aktiv auf die Gäste zu.

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Es gab auch schon Diskussionen mit Gästen – etwa wegen der Maskenpflicht.

Es gab auch schon Diskussionen mit Gästen – etwa wegen der Maskenpflicht.

Arosa Lenzerheide

Darum gehts

  • In Lenzerheide sind 26 Winter Ranger im Einsatz.

  • Sie sorgen dafür, dass die Corona-Massnahmen eingehalten werden und sorgen sich um die Gäste.

  • Die Gäste in der Ferienregion schätzen die Arbeit der Ranger.

  • Bereits im Sommer waren in Lenzerheide Ranger tätig.

«Uns ist es wichtig, dass wir unsere Gäste informieren und auf freundliche Art und Weise die geltenden Corona-Massnahmen durchsetzen. Es bringt nichts, wenn wir Polizist spielen wollen», sagt Maurin Malär, der Winter Ranger Verantwortliche in Lenzerheide. Die Ranger verstehen sich deshalb auch in diesen Tagen noch an erster Stelle als Gastgeber der Ferienregion Lenzerheide, deren oberstes Ziel es sei, die Gäste so gut als möglich durch ihren Aufenthalt in Lenzerheide zu begleiten. Dazu gehören nebst der Corona-Sensibilierung auch das Auskunftgeben in Sachen Orientierung in der Destination, Insidertipps oder auch einfach einmal ein ungezwungener Schwatz.

Malär meint: «Die Ranger sollen auf Personen zugehen und das Gespräch mit ihnen suchen. Sie sollen erkennen, wenn jemand Hilfe benötigt.» Unterwegs sind die Ranger an verschiedenen Orten in der Region Lenzerheide. Das kann auf einer Skipiste im Schneesportgebiet Arosa Lenzerheide sein, aber auch vor einem Einkaufsladen, bei Parkplätzen oder bei Einstiegsstellen der Bergbahnen.

Diskussionen um Tragen einer Schutzmaske

Die Ranger sind vor ihrem Einsatz geschult worden. Laut Malär ist es bisher zu keinen kritischen Momenten für seine Mitarbeiter gekommen. Er sagt: «Bisher fühlte sich kein Ranger bedroht. Es gab Diskussionen mit Gästen, die sind jedoch auf sachlicher Ebene geblieben.» Die Gäste hätten das Eingreifen der Ranger zu 95 Prozent verstanden und kooperiert. Ein Diskussionspunkt sei etwa manchmal das Tragen einer Schutzmaske, wo es Pflicht ist. «Einige Leute haben nur ein Halstuch vor dem Mund und der Nase. Wir weisen sie dann darauf hin, dass dies nicht funktioniert und sie eine Maske mit Anti-Viren-Filter tragen müssen», sagt der Verantwortliche. Für solche Fälle hätten die Ranger Einweg-Schutzmasken dabei und verteilen diese.

Die Ranger bekommen auch direktes Feedback von den Gästen. Der Einsatz werde grösstenteils geschätzt und die Gäste fühlten sich durch ihre Präsenz sicherer, so Malär. Zudem meinen die Gäste es sei schön zu sehen, dass die Region Verantwortung für die Umsetzung der Corona-Massnahmen übernehme.

Gute Erfahrungen mit Heidsee Ranger gemacht

Im Einsatz als Winter Ranger sind ganz unterschiedliche Personen aus verschiedenen Ländern. Es handelt sich sowohl um Einheimische als auch Zweitheimische, Senioren und Studenten, Personen auf Kurzarbeit oder Ausgleich-suchende Personen, die den Ranger Job als Hobby ausüben. Aktuell sind 26 Ranger eingestellt, sie werden per Stundenlohn entlöhnt.

Die Region setzte bereits im Sommer Ranger ein. Da der Heidsee überlicherweise als einer der zentralsten Aufenthaltsorte während einem Besuch in Lenzerheide gilt, sei dieser Hotspot als erstes ins Visier genommen worden. Unter dem Namen Heidsee Ranger wurden zu Beginn sechs Personen eingestellt, die dort auf die geltenden Corona-Schutzmassnahmen aufmerksam machten und den Gästen mit Tipps zu weniger frequentierten, bisher vielleicht eher unbekannten Orten, zur Verfügung standen. Aufgrund des positiven Echos sei das Projekt nach und nach verlängert worden. Die Heidsee Ranger stehen nach der ersten Sommer- und Herbstsaison auch heute noch unter dem neuen Namen Winter Ranger im Einsatz.

Hast du oder jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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