Aktualisiert 25.06.2009 11:53

Mehr Sicherheit2600 Schienenquerungen sind zu sanieren

Die 190 gefährlichsten Bahnübergänge in der Schweiz sind bis auf zwei in Appenzell saniert. Bis 2014 müssen die Bahnen zusammen mit den Strasseneigentümern weitere rund 2600 ungeschützte Schienenquerungen aufheben.

Die Schweiz hat sich am Europäischen Tag der Bahnübergänge beteiligt, der für Donnerstag ausgerufen worden war. Die von Verkehrsminister Moritz Leuenberger eingesetzte und vom Solothurner Regierungsrat Walter Straumann geleitete Taskforce wird die weitere Sanierung der Bahnübergänge begleiten.

Am Donnerstag zog die Taskforce vor den Bundeshausmedien Bilanz. Von den 190 Bahnübergängen mit Sichtzeit unter sechs Sekunden wurden bis auf zwei alle gesichert. Für die weitere Sanierung hat der Bundesrat dem Parlament einen Nachtragskredit von 1,7 Millionen Franken beantragt.

Die Aufhebung der ungesicherten Übergänge ist Aufgabe der Bahnen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) als Aufsichtbehörde wird darüber wachen, dass das Sanierungsziel erreicht wird. Es unterstützt und berät zusammen mit dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) die Bahnen.

Wie an der Medienkonferenz bekannt gegeben wurde, verunfallten im letzten Jahr in Europa rund 600 Menschen an Bahnübergängen. Der Europäische Tag soll alle Verkehrsteilnehmenden für die Risiken sensibilisieren, wenn sie Schienen queren, die nicht mit Barrieren gesichert sind. (sda)

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