Wegen mehrfacher Pornografie verurteilt - 27-Jähriger wegen mehrfacher Pornografie mit 14-Jähriger verurteilt
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Wegen mehrfacher Pornografie verurteilt27-Jähriger wegen mehrfacher Pornografie mit 14-Jähriger verurteilt

Einem Mann (27) wurden teilweise vulgäre Chats per Whatsapp zum Verhängnis: Das Bezirksgericht Schwyz verurteilte ihn wegen mehrfacher Pornografie und er darf lebenslang nicht mit Minderjährigen arbeiten.

von
Tino Limacher
Der 27-jährige Schweizer wurde vom Bezirksgericht Schwyz (2. Stock im Ratshaus) wegen mehrfacher Pornografie verurteilt. Grund für die Anklage war, weil er sich mit einer 14-Jährigen per Whatsapp teils sehr vulgär über sexuelle Praktiken unterhalten hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

Der 27-jährige Schweizer wurde vom Bezirksgericht Schwyz (2. Stock im Ratshaus) wegen mehrfacher Pornografie verurteilt. Grund für die Anklage war, weil er sich mit einer 14-Jährigen per Whatsapp teils sehr vulgär über sexuelle Praktiken unterhalten hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

20min/Monira Djurdjevic

Darum gehts

  • Ein heute 27-jähriger Mann aus dem Bezirk Schwyz hatte im Jahr 2019 Kontakt mit einer damals 14-Jährigen per Whatsapp. Sie diskutierten teils sehr vulgär über sexuelle Praktiken.

  • Die Staatsanwaltschaft klagte den Mann aufgrund seiner Nachrichten der mehrfachen Pornografie an.

  • Das Bezirksgericht folgte der Staatsanwaltschaft und verurteilte den 27-jährigen Schweizer zu einer auf zwei Jahren bedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen à 120 Franken sowie einer Busse von 3000 Franken.

  • Ebenfalls verfügte das Gericht ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot mit Minderjährigen.

Ein heute 27-jähriger Schweizer hatte zwischen September und Oktober 2019 mit einer damals 14-Jährigen Kontakt per Whatsapp. Beide diskutierten sehr offen unter anderem über sexuelle Praktiken, welche sie zusammen begehen könnten. So ging es laut «Bote der Urschweiz» (Bezahlartikel) in acht von 400 Nachrichten «sehr direkt zur Sache». Untereinander hätten die beiden aber keine anstössigen Bilder oder Videos verschickt.

Mann habe das Recht der ungestörten Entwicklung verletzt

Darum hat der Staatsanwalt den Mann aus dem Bezirk Schwyz bezüglich mehrfacher Pornografie angeklagt und verlangte eine bedingte Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 120 Franken. Zusätzlich wurde eine Denkzettelbusse von 1500 Franken gegen den Beschuldigten erhoben. Dies, weil der Mann mit seinen Nachrichten das Recht der ungestörten Entwicklung der Minderjährigen verletzt habe. Laut Staatsanwalt sei dieser Umstand als tatsächliche sexuelle Handlung einzustufen.

Mann hätte Mädchen erst getroffen, wenn sie 16 geworden wäre

Die Verteidigung des Angeklagten plädierte auf Freispruch, weil im Chatverlauf weder tatsächliche Handlungen noch Bilder oder Videos verschickt worden seien. Beim Inhalt der Nachrichten handle es sich nur um sexuelle Fantasien, die im Gespräch ausgetauscht worden seien. Dies sei nicht strafbar, weil die Nachrichten keine pornografischen Inhalte nach Gesetzesbestimmungen darstellen würden. Der junge Mann gab zu Wort, dass er niemanden verletzen wollte, sondern nur «aus Spass» weiter geschrieben hätte. Zudem hätte er das Mädchen nur getroffen, wenn sie mindestens 16 Jahre alt gewesen wäre. Weiter sagte der Beschuldigte, dass er seine Lehren daraus gezogen habe und zukünftig sensibler sein müsse.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Das Bezirksgericht Schwyz folgte aber den Argumenten der Staatsanwaltschaft und verurteilte den Mann wegen mehrfacher Pornografie. Die Strafe fiel zudem höher aus, als die ursprüngliche Anklage forderte. So wurde der Mann zu einer auf zwei Jahren bedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen à 120 Franken und einer Busse von 3000 Franken verurteilt. Ausserdem wurde dem 27-Jährigen laut dem Bezirksgericht ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot mit Minderjährigen auferlegt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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