27 Meter hohe Monsterwelle gemessen
Aktualisiert

27 Meter hohe Monsterwelle gemessen

Hurrikan «Ivan» hat im vergangenen Jahr eine 27 Meter hohe Monsterwelle hervorgebracht. Und nach jüngsten Forschungen war das kein Einzelfall, sondern für starke Stürme nicht ungewöhnlich.

Die Megawelle wurde 120 Kilometer vor der Küste von Instrumenten auf dem Meeresboden gemessen, wie David Wang vom Forschungslabor im Stennis Space Center in Mississippi berichtete. Als der Hurrikan am 15. September vergangenen Jahres die Gegend passierte, entstanden 146 riesige Wellen, von denen sich 24 mehr als 15 Meter hoch auftürmten. Die Studie von Wang und seinen Kollegen ist im Wissenschaftsjournal «Science» veröffentlicht.

Die Wellen erreichen jedoch nur selten das Land. Anders als Tsunamis, die von Erdbeben ausgelöst werden und die auch das Wasser auf dem Boden erfassen, spielen sich die Windwellen nur an der Meeresoberfläche ab. Weil Schiffe die Stürme meiden, werden die meisten Monsterwellen von Menschen nicht gesehen, sondern allenfalls gemessen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Bojen, die die Höhe messen, und Bodeninstrumente, die den Wasserdruck messen und so die Höhe berechnen. (dapd)

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