Aktualisiert

Fluglotse hat versagt270 Menschen entgehen knapp einer Katastrophe

Im australischen Darwin hätte ein Fehler eines Fluglotsen beinahe katastrophale Konsequenzen gehabt. Er dirigierte einen landenden Jet direkt in die Flugbahn eines startenden Flugzeugs.

Zwei Qantas-Flieger wären im australischen Darwin beinahe kollidiert.

Zwei Qantas-Flieger wären im australischen Darwin beinahe kollidiert.

Zwei Qantas-Flugzeuge mit zusammen 270 Menschen an Bord sind über der australischen Stadt Darwin nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Ein Fluglotse dirigierte eine landende Maschine aus Versehen direkt in die Flugschneise einer startenden Maschine.

Das berichtete die Transportsicherheitsbehörde am Mittwoch. Der Fluglotse wurde vom Dienst suspendiert, wie das Verteidigungsministerium mitteilte, das den Luftraum in der Umgebung von Darwin in Nordaustralien kontrolliert.

Die beiden Qantas-Maschinen waren auf Inlandsflügen. Eine Boeing 737 mit 155 Passagieren hob am 2. Oktober kurz nach Mittag in Darwin in Richtung Melbourne ab. Eine Boeing 717 mit 115 Menschen war zur gleichen Zeit im Landeanflug.

Schnelles Handeln verhinderte die Katastrophe

Die Zeitung «Northern Territory News» zitierte aus dem Protokoll von Pilot Robert Flipo, der die landende Maschine lenkte, über den Zwischenfall. «(Die Boeing 737) flog direkt unter uns.» Seine Instrumente hätten einen Abstand von nur 250 Metern gezeigt.

Der Lotse bemerkte seinen Fehler und korrigierte die Angaben sofort, die Piloten bekamen Warnsignale auf ihren Bildschirmen. Es kam niemand zu Schaden.

Schnelles Handeln habe die Katastrophe verhindert, sagte der Vorsitzende der australischen Pilotenvereinigung, Barry Jackson, im Rundfunk. «Fluglotsen stehen wie Piloten unter Stress, solche Zwischenfälle können vorkommen», meinte er. (sda)

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