28.02.2015 01:25

Credit Suisse277 Mio. Rückstellungen wegen US-Rechtsstreits

Untersuchungen und Rechtsstreitigkeiten haben die CS veranlasst, die Rückstellungen massiv zu erhöhen – auf Kosten des letztjährigen Reingewinns.

Die Credit Suisse Filiale in Lugano.

Die Credit Suisse Filiale in Lugano.

Die Grossbank Credit Suisse legt mehr Mittel zurück für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Hypothekenpapieren in den USA. Für das vierte Quartal 2014 sei die Vorsorge dafür um 277 Mio. Fr. angehoben worden, teilte die Bank am Freitagabend mit.

«Entwicklungen bei branchenweiten Rechtsstreitigkeiten und Untersuchungen in den USA bezüglich Hypotheken» hätten zur Erhöhung der Rückstellungen geführt, heisst es in der CS-Mitteilung. Weitere Details nennt das Finanzinstitut nicht.

Höhere Bandbreite für Kosten aus Verfahren

Streitigkeiten um problematische Hypotheken-Geschäften, die als Mitauslöser der Finanzkrise 2008 gelten, haben Grossbanken weltweit schon Unsummen gekostet. Erst am Mittwoch hatte die Grossbank Morgan Stanley angekündigt, nach jahrelangen Verhandlungen 2,6 Mrd. Dollar im Hypotheken-Streit an US-Behörden bezahlen zu müssen.

Die CS passte wegen der höheren Rückstellungen auch ihre bereits veröffentlichten Resultate für das Geschäftsjahr 2014 an. Der Reingewinn sank von 2,1 Mrd. Fr. auf 1,875 Mrd. Franken. Über die Höhe der Rückstellungen macht die Bank keine Angaben.

Ebenfalls erhöht hat die Bank die Bandbreite für Kosten aus Verfahren, welche nicht durch Rückstellungen gedeckt sind. Die Schätzung liegt neu zwischen 0 Franken und 1,8 Mrd. Franken. Zuvor lag der Maximalwert bei 1,3 Mrd. Franken. (sda)

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