Aktualisiert 14.09.2016 06:29

Spendenaktion

280'000 Dollar für 89-jährigen Glaceverkäufer

Er konnte seinen Eiswagen kaum noch schieben: In Chicago kann ein betagter Mann dank einer Spendenaktion nun endlich in Pension gehen.

von
chk

Ein 89 Jahre alter Glaceverkäufer in Chicago kann seinen anstrengenden Job endlich bald aufgeben – dank einer spektakulär erfolgreichen Spendenkampagne im Internet. Innerhalb weniger Tage sagten Spender rund 280'000 Dollar zur Unterstützung des gebrechlichen Mannes und seiner erkrankten Frau zu, wie am Dienstag bekannt wurde. Gestartet wurde die Kampagne von einem Restaurantbesitzer, der tief bewegt war vom Anblick des alten Mannes, der nur noch mit Mühe seinen Eiswagen durch die Strassen schieben konnte.

Restaurantbesitzer Joel Cervantes startete die Kampagne über die Internet-Spendenseite GoFundMe am 9. September und gab ein bescheidenes Ziel von 3000 Dollar aus. «Das haben wir in genau 54 Minuten erreicht», sagte er nun der «Chicago Tribune». Die Spendenzusagen rissen nicht ab, mehr als 13'000 Menschen gaben Geld.

1 / 4
Müht sich täglich auf der Strasse ab: Fidencio Sanchez. (12. September 2016)

Müht sich täglich auf der Strasse ab: Fidencio Sanchez. (12. September 2016)

Keystone/Alyssa Pointer
Was mit einer kleinen Hilfsaktion begann, ermöglicht Fidencio Sanchez die Pension. (12. September 2016)

Was mit einer kleinen Hilfsaktion begann, ermöglicht Fidencio Sanchez die Pension. (12. September 2016)

Keystone/Alyssa Pointer
Fidencio Sanchez ist nun eine kleine Berühmtheit. (12. September 2016)

Fidencio Sanchez ist nun eine kleine Berühmtheit. (12. September 2016)

Keystone/Alyssa Pointer

Kleine Berühmtheit

Glaceverkäufer Fidencio Sanchez zeigte sich zutiefst gerührt. «Ich bin sehr dankbar und glücklich», sagte er dem Sender CNN. «Ich werde bald aufhören zu arbeiten.» Den Ruhestand habe er sich bislang nicht leisten können, weil er Geld zum Leben für sich und seine Frau benötigte.

In Chicago wurde der 89-Jährige durch die Kampagne fast schon zu einer Berühmtheit. Noch schiebt Sanchez seinen Wagen durch das Latino-Viertel Little Village – oft folgen ihm inzwischen Fernsehkameras dabei. (chk/afp)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.