Aktualisiert 21.03.2019 13:59

Zürichsee

29-Jährige stirbt auf See – Bootsführerin verurteilt

Bei einem Bootsunfall auf dem Zürichsee im August 2017 verunglückte eine 29-Jährige tödlich. Die Schiffsführerin wurde nun wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

von
mon
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Im August 2017 verunglückte eine 29-jährige Frau bei einem Bootsunfall auf dem Zürichsee tödlich.

Im August 2017 verunglückte eine 29-jährige Frau bei einem Bootsunfall auf dem Zürichsee tödlich.

Leser-Reporter
Der Unfall ereignete sich in der Nähe der Insel Ufenau.

Der Unfall ereignete sich in der Nähe der Insel Ufenau.

Keystone/Alessandro Della Bella
Rechtliche Konsequenzen für diesen tragischen Unfall muss nun die Schiffsführerin tragen. Sie wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Rechtliche Konsequenzen für diesen tragischen Unfall muss nun die Schiffsführerin tragen. Sie wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Keystone/Walter Bieri

Bei einem tragischen Unfall auf dem Zürichsee starb im August 2017 eine junge Frau. Die 29-Jährige war an diesem Sonntag zusammen mit der Familie ihrer Freundin auf deren Sportboot unterwegs gewesen.

Zusammen sassen die beiden jungen Frau vorne auf dem Bug und hielten sich an der Reling fest. Gelenkt wurde das Boot zu diesem Zeitpunkt von einer 60-jährigen Frau, einer ehemaligen Schiffsfahrlehrerin.

Leiche erst am nächsten Tag gefunden

In der Nähe der Insel Ufenau fuhr die Schwyzerin mit etwa 60 Kilometerm pro Stunde über eine von einem ZSG-Kursschiff verursachte Welle. Als das Boot wieder aufs Wasser aufprallte, verlor die 29-Jährige den Halt.

Die junge Frau fiel unter der Reling durch und landete im Wasser. Sie wurde vom Boot überfahren und zog sich von der Schiffschraube tödliche Verletzungen zu. Erst am nächsten Tag fanden Taucher der Seepolizei ihre Leiche.

Tödlicher Unfall wäre vermeidbar gewesen

Rechtliche Konsequenzen für diesen tragischen Unfall musste nun die Schiffsführerin tragen. Wie die «Zürichsee-Zeitung» berichtet, wurde sie von der Staatsanwaltschaft See/Oberland wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Die Schweizerin wird mit einer bedingten Geldstrafe von 160 mal 260 Franken bestraft. Das sind insgesamt 41'600 Franken. Die Probezeit beträgt zwei Jahre. Hinzu kommt eine Busse von 8000 Franken. Zudem muss sie der Mutter der Verstorbenen eine Entschädigung von rund 6000 Franken für die Verfahrenskosten zahlen.

Wie es im Strafbefehl heisst, wäre der Tod der jungen Frau vermeidbar gewesen. Als ehemalige Schiffsfahrlehrerin habe die 60-Jährige «überdurchschnittliche Kenntnisse der physikalischen Verhaltensweisen von Booten». Sie hätte wissen müssen, wie gefährlich es für Personen sein kann, die sich auf dem Bug befinden, wenn das Boot mit dieser Geschwindigkeit über Wellen fährt.

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