Österreich – 2G-Regel bleibt bis ins neue Jahr bestehen – keine Ski-Ferien für Ungeimpfte

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Österreich2G-Regel bleibt bis ins neue Jahr bestehen – keine Ski-Ferien für Ungeimpfte

Weihnachten wird in Österreich noch nicht unter normalen Vorzeichen stattfinden können. Und für Ungeimpfte fallen die Ski-Ferien wohl ins Wasser.

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Bundeskanzler Alexander Schallenberg sieht noch kein Ende der Massnahmen.

Bundeskanzler Alexander Schallenberg sieht noch kein Ende der Massnahmen.

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In einem Interview äusserte sich auch Vizekanzler Werner Kogler zu den Regelungen, die noch lange bestehen bleiben könnten.

In einem Interview äusserte sich auch Vizekanzler Werner Kogler zu den Regelungen, die noch lange bestehen bleiben könnten.

Florian Wieser/APA/dpa
Auf Ungeimpfte kommen schwierige Zeiten zu. Ski-Ferien stehen auf der Kippe. Ischgl entwickelte sich im März 2020 zu einem europäischen Corona-Hotspot. Die Gemeinde im Bundesland Tirol ist bekannt für ihre Après-Ski-Partys.

Auf Ungeimpfte kommen schwierige Zeiten zu. Ski-Ferien stehen auf der Kippe. Ischgl entwickelte sich im März 2020 zu einem europäischen Corona-Hotspot. Die Gemeinde im Bundesland Tirol ist bekannt für ihre Après-Ski-Partys.

AFP

Darum gehts

  • Ab kommendem Montag gilt in Österreich ein «Freizeit-Lockdown» für Ungeimpfte.

  • Gemäss Kanzler Alexander Schallenberg stieg die Belegung der Intensivbetten zuletzt unerwartet schnell an.

  • Lockerungen sind derweilen noch nicht in Sicht.

Ab Montag werden die Corona-Massnahmen in ganz Österreich weiter verschärft – aufgrund der aktuellen Explosion der Positiv-Befunde musste die Regierung die Reissleine ziehen. Auf Ungeimpfte kommt mit der neuen 2G-Regelung de facto ein Freizeit-Lockdown zu. Sie dürfen weder körpernahe Dienstleister wie Coiffeure und Coiffeurinnen in Anspruch nehmen, noch ist ihnen ein Lokalbesuch oder Hotelaufenthalt erlaubt.

Das Ziel der Regierung ist klar: Die Menschen sollen sich impfen lassen, um sich von den Massnahmen zu befreien. Und es funktioniert offenbar. Tausende stürmten noch am Samstag in die Impfstrassen, schnell bildeten sich lange Schlangen. Wer sich impfen lassen wollte, brauchte Geduld. Im Bundesland Salzburg liessen sich alleine am Samstag 1400 Personen impfen. Zuvor lag der Schnitt gemäss der Deutschen Presseagentur bei 2000 Personen pro Woche.

Düsterer Ausblick auf die Zukunft

Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) und Vize Werner Kogler (Grüne) nahmen nun in einem Doppelinterview mit der Sonntags-«Krone» zu den aktuellen Massnahmen Stellung und gaben einen düsteren Ausblick.

Aufgezeichnet wurde das Gespräch am Samstag, kurz nachdem das erschütternde Allzeithoch von beinahe 10’000 Corona-Fällen durch die Behörden gemeldet wurde. Beide verteidigen in dem Interview die sprunghafte Verschärfung der Massnahmen und den Stufenplan. Den Vorwurf vieler Experten und Expertinnen, dass die Politik (wieder einmal) zu spät reagiert habe, weisen sowohl Schallenberg als auch Kogler von sich.

Weihnachten wird nicht normal

«Keiner von uns hat eine Kristallkugel, wir wissen nicht genau, wie es sich entwickelt», erklärt etwa der Bundeskanzler und setzt nach: «Es wäre absurd gewesen, im Sommer, in einer Phase, in der es nicht notwendig war, Massnahmen zu verhängen, die die Menschen nicht akzeptiert hätten.»

Dann geben beide Regierungschefs eine Prognose ab, die auf düstere Zeiten hindeutet: Zwar wolle man die Massnahmen keinen Tag länger als notwendig in Kraft lassen, bekräftigt Schallenberg. Doch auf Nachfrage muss auch er zugeben: «Ich gehe nicht davon aus, dass in sechs Wochen die Situation so ist, dass wir die Massnahmen wieder zurücknehmen können. Also wird es wohl ein 2G-Weihnachten werden.»

2G bis ins neue Jahr hinein

Dann legt Kogler noch einmal nach: «Allerhöchstwahrscheinlich werden wir zu Weihnachten und zu Silvester noch 2G haben.» Also bis ins neue Jahr hinein. Für Ungeimpfte bedeutet das: Keine Weihnachtsmärkte, keine Ski-Ferien, keine öffentlichen Feiern mit mehr als 25 Personen.

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(heute.at/dmo)

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