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Rüti ZH3-D-Druckerei reitet auf der Erfolgswelle

Brillengestelle, Werkzeuge oder Schmuck: Die Schweizer Firma Ecoparts druckt Gegenstände aus Metall nach Mass – und das mit grossem Erfolg.

von
Alex Hämmerli
Daniel Kündig in seiner 3-D-Druckerei.

Daniel Kündig in seiner 3-D-Druckerei.

Das Prinzip des 3-D-Drucks ist einfach: Statt Plastik-, Harz- oder Metallteile zu giessen oder zurechtzuschneiden, werden nach und nach mikroskopisch dünne Lagen «aufeinandergedruckt». Praktisch jede erdenkliche Form kann man so herstellen – auch solche mit Hohlräumen oder geschwungenen Löchern. Lange war der 3-D-Druck zu teuer, um Alltagsgegenstände herzustellen. Nun aber – rund drei Jahrzehnte nach ihrer Erfindung – ist die Methode massentauglich geworden.

«Das Geschäft läuft so gut, dass wir uns kürzlich einen zweiten Drucker zulegen mussten», freut sich Daniel Kündig, Inhaber der Firma Ecoparts in Rüti ZH. Er stellt als bisher einziger Anbieter in der Schweiz per 3-D-Druck Metallgegenstände nach Mass her, darunter viele Unikate und Prototypen – Knochenraspeln für die Medizin etwa, oder Spezialwerk­zeuge für Industriebetriebe. Auch Verzierungen für Golfschläger oder Gürtelschnallen hat er im Sortiment. Letztere kosten rund 20 Franken pro Stück. Wer einen Drucker eine Stunde lang belegt, zahlt zwischen 100 und 150 Franken.

Kündigs neuste Maschine hat eine halbe Million Franken gekostet. Für ihn ist aber schon jetzt klar: «Das ist eine Inves­tition, die sich auszahlen wird.»

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