3 Fast-Crashs in 1 Monat
Aktualisiert

3 Fast-Crashs in 1 Monat

Im Schweizer Luftraum ist es innerhalb von vier Wochen zu drei weiteren Beinahe-Zusammenstössen zwischen Flugzeugen gekommen. Betroffen waren Linienflugzeuge der Swiss, Alitalia und Air France.

Die Untersuchungen zu allen Vorfällen sind noch im Gang.

Zwei der drei neu gemeldeten so genannten Airprox-Fälle ereigneten sich bei Genf, der dritte beim Anflug einer Swiss-Maschine an den Flughafen Zürich-Kloten, wie aus den BFU-Angaben hervorgehrt. Das Flugzeug vom Typ Avro RJ100 Avroliner der Swiss war am vergangenen 12. Juni von München nach Zürich unterwegs. Beim Anflug auf die Piste 28 kam es gemäss der BFU-Meldung zu einer gefährlichen Annäherung mit einer privaten Cessna 182Q, die vom zürcherischen Flugplatz Speck-Fehraltorf aus zu einem Rundflug gestartet war und die Swiss-Maschine ohne Bewilligung kreuzte.

Der erste der beiden Genfer Zwischenfälle geht auf den vergangenen 28. Mai zurück, wie den BFU-Angaben weiter zu entnehmen ist. Und zwar näherten sich ein Airbus A321 der Alitalia auf dem Linienflug von Lissabon nach Mailand und ein in der Schweiz registriertes Privatflugzeug vom Typ Beech BE300 so stark, dass das automatische Kollisionswarnsystem TCAS ausgelöst wurde. Am 30. Juni kam es schliesslich auf dem Flughafen Genf-Cointrin zu einem Beinahe-Zusammenstoss zwischen einer Boeing B735 der Air France und einer von der Regierung Burundis betriebenen Maschine vom Typ Fokker FA50. In der Beschreibung dieses Falles ist von einer so genannten «runway incursion» eines startenden Flugzeugs die Rede, die dazu führte, dass das andere Flugzeug sehr kurz vor der Landung zu einer Go-Around-Prozedur aufgefordert wurde, also durchstarten musste.

In allen drei Fällen sind die Untersuchungen des Büros für Flugunfalluntersuchungen noch im Gang. Im laufenden Jahr sind dem BFU bisher elf Fast-Kollisionen gemeldet worden, verglichen mit 28 solchen Zwischenfällen im ganzen letzten Jahr. (dapd)

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