2. Runde DFB-Pokal – 3.-Ligist schafft Coup gegen Schalke – Freiburg liefert sich Spektakel

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2. Runde DFB-Pokal3.-Ligist schafft Coup gegen Schalke – Freiburg liefert sich Spektakel

In der zweiten Runde des DFB-Pokals erfüllten die Bundesligisten ihre Pflichtaufgaben. 1860 München aus der 3. Liga gelang die bisherige Sensation des Abends.

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Ausnahmezustand im Stadion an der Grünwalder Strasse: 1860 München aus der dritten Liga gewinnt absolut verdient mit 1:0 gegen Schalke 04.

Ausnahmezustand im Stadion an der Grünwalder Strasse: 1860 München aus der dritten Liga gewinnt absolut verdient mit 1:0 gegen Schalke 04.

Angelika Warmuth/dpa
Borussia Dortmund bekundete lange Mühe gegen ein harmloses Ingolstadt. Dann wurde Thorgan Hazard eingewechselt und schnürte einen Doppelpack.

Borussia Dortmund bekundete lange Mühe gegen ein harmloses Ingolstadt. Dann wurde Thorgan Hazard eingewechselt und schnürte einen Doppelpack.

REUTERS
Hertha Berlin gewann zwar gegen Viertligist Preussen Münster mit 3:1. Münster setzte die Berliner aber über den Grossteil der Partie stark unter Druck, kassierte aber eine Rote Karte für eine Schwalbe.

Hertha Berlin gewann zwar gegen Viertligist Preussen Münster mit 3:1. Münster setzte die Berliner aber über den Grossteil der Partie stark unter Druck, kassierte aber eine Rote Karte für eine Schwalbe.

Guido Kirchner/dpa

Darum gehts

  • Am Dienstag wurden die ersten Partien der zweiten DFB-Pokalrunde gespielt.

  • 3.-Ligist 1860 München gelang dabei eine Überraschung gegen Schalke 04.

  • Die Bundesligisten Leipzig, BVB, Hoffenheim und Hertha erreichten grösstenteils glanzlos die nächste Runde.

Schalke 04 fliegt gegen 3.-Ligist 1860 München raus

Der TSV 1860 München hat an einem grossen Pokalabend dem gerade wieder aufstrebenden Bundesliga-Absteiger FC Schalke 04 einen bitteren K.o. verpasst. Im Duell der Fussball-Traditionsclubs rang der leidenschaftlich kämpfende Drittligist den Favoriten am Dienstagabend vor 15’000 Zuschauern und Zuschauerinnen im Grünwalder Stadion mit 1:0 (1:0) nieder. «Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin», sangen die euphorisierten 1860-Anhänger und -Anhängerinnen.

Stefan Lex schoss die «Löwen» mit seinem Tor in der fünften Minute ins Achtelfinale. Nach der Roten Karte für Schalke-Verteidiger Malick Thiaw wegen einer Notbremse gegen Lex behauptete 1860 die Führung. Das Schalker Pokal-Aus war verdient und selbst verschuldet.

Verrücktes Spektakel zwischen Freiburg und Osnabrück

Der SC Freiburg bleibt nach einem packenden Elfmeter-Krimi in dieser Saison weiter ungeschlagen und steht erstmals seit der Spielzeit 2017/18 wieder im Achtelfinale des DFB-Pokals. Die Breisgauer gewannen am Dienstagabend ihre Zweitrunden-Partie beim Fussball-Drittligisten VfL Osnabrück mit 3:2 im Elfmeterschiessen. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (1:1, 1:0) gestanden.

Freiburgs Ersatztorhüter Benjamin Uphoff war im Elfmeterschiessen mit drei Paraden der Matchwinner. Zuvor hatte Keven Schlotterbeck den Sportclub mit seinem Tor in der 120. Minute vor dem Aus bewahrt, nachdem Osnabrück durch ein Traumtor von Sebastian Klaas bereits wie der sichere Sieger ausgesehen hatte (108.). In der regulären Spielzeit lief es genau umgekehrt. Dort hatte Osnabrücks Lukas Gugganig mit seinem Kopfball-Tor in der siebten Minute der Nachspielzeit die 30-minütige Extraschicht erst möglich gemacht.

BVB souverän, aber lange mit wenig Torgefahr

Thorgan Hazard hat Titelverteidiger Borussia Dortmund nach langer Tristesse den Einzug in das Achtelfinale des DFB-Pokals beschert. Der in der 71. Minute eingewechselte belgische Nationalspieler ebnete mit seinen zwei Treffern (72./81.) den Weg zum mühevollen 2:0-Erfolg über das harmlose Zweitliga-Schlusslicht FC Ingolstadt. Der Bundesliga-Zweite hatte sich lange Zeit schwergetan, wurde aber durch Hazard erlöst. Damit muss der Ende September verpflichtete Ingolstädter Trainer Andre Schubert weiter auf seinen ersten Sieg an neuer Wirkungsstätte warten. Nati-Star Manuel Akanji wurde über 82. Minuten geschont, Marwin Hitz hütete für Gregor Kobel das Tor.

Mainz und Silvan Widmer gewinnen in der Verlängerung

Joker Marcus Ingvartsen hat den Fussball-Bundesligisten FSV Mainz 05 erstmals seit vier Jahren wieder ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen und Arminia Bielefeld einen weiteren sportlichen Tiefschlag versetzt. Der Däne traf am Dienstagabend vor 9000 Zuschauern und Zuschauerinnen in der 114. Minute zum 3:2 (0:1, 2:2) nach Verlängerung und entschied damit das rasante Zweitrundenduell mit dem Bundesliga-Vorletzten.

Masaya Okugawa (2.) hatte die Ostwestfalen früh in Führung gebracht. Jonathan Burkardt (53.) und Karim Onisiwo (59.) drehten nach der Pause die Partie, ehe der erst 22 Minuten zuvor eingewechselte Torgarant Fabian Klos (89.) die bis zur letzten Sekunde kämpfenden Gäste in die Verlängerung köpfte. Dort hatte Mainz dank Ingvartsen aber das bessere Ende für sich. Nati-Spieler Silvan Widmer spielte die kompletten 120 Minuten durch.

HSV gewinnt in Nürnberg nach Elfmeterschiessen

Der Hamburger SV hat sich in einem rassigen XXL-Duell gegen den 1. FC Nürnberg ins Achtelfinale des DFB-Pokals gezittert. Im von zwei minutenlangen Verletzungspausen überschatteten Cup-Fight voller Emotionen setzte sich die Mannschaft von Trainer Tim Walter am Dienstagabend erst im Elfmeterschiessen mit 4:2 beim ebenbürtigen Zweitligarivalen durch. Die Nürnberger Lino Tempelmann und Asger Sörensen vergaben vor 19’267 Zuschauern und Zuschauerinnen ihre Strafstösse.

Nach 120 packenden Minuten hatte es 1:1 (0:1) gestanden. Jonas David hatte den offensiv zwingenderen HSV in der 45. Minute in Führung geschossen, Taylan Duman (59.) bescherte dem FCN den Ausgleich.

Kiel mit doppeltem Eigentor-Pech gegen Hoffenheim

Die TSG 1899 Hoffenheim hat vor einer Minuskulisse die Pflicht im DFB-Pokal erfüllt und beim Sieg über Zweitligist Holstein Kiel auch von zwei Eigentoren profitiert. Das Team von Sebastian Hoeness gewann am Dienstagabend vor gerade einmal 5033 Zusehenden souverän mit 5:1 (2:0) gegen den Vorjahreshalbfinalisten, der eine Vorentscheidung mit Eigentoren von Johannes van den Bergh (3. Minute) und Hauke Wahl (32. Minute) schon vor der Halbzeit herbeiführte. Nach dem Wechsel verkürzte Phil Neumann (47.) für Kiel, doch Angelo Stiller (59.), Ex-GC-Stürmer Munas Dabbur (72.) und Jacob Bruun Larsen (83.) erhöhten zum auch in dieser Höhe verdienten Sieg des Bundesligisten.

Underdog kassiert Rote Karte für Schwalbe

Hertha BSC hat sich mit Glück und dank zweier Jokertore gegen zehn Viertliga-Spieler von Preussen Münster ins DFB-Pokal-Achtelfinale gezittert. Der Fussball-Bundesligist gewann am Dienstag mit 3:1 (1:1) die Zweitrunden-Partie beim Regionalligisten durch die Treffer der eingewechselten Ishak Belfodil (79. Minute) und Marco Richter (83.). Zuvor hatte die frühe Führung von Stevan Jovetic (3.) dem enttäuschenden Team von Trainer Pal Dardai keine Sicherheit gegeben. Die Preussen kamen noch vor der Pause zum verdienten Ausgleich durch Thorben-Johannes Deters (41.) und standen selbst in der Unterzahl nach der Pause vor der Sensation. Trotz eines Aussetzers von Nicolai Remberg, der nach einer unnötigen Schwalbe mit Gelb-Rot vom Feld musste (45.+2), setzten zehn Münsteraner die Hertha in der zweiten Halbzeit unter permanenten Druck.

RB Leipzig hat die Pflicht glanzlos erfüllt

RB Leipzig hat sein Pokal-Sandwich zwischen den beiden Spielen gegen Paris Saint-Germain ohne grossen Aufwand erledigt. Beim Viertligisten SV Babelsberg 03 setzte sich der Vorjahresfinalist in der zweiten Runde des DFB-Pokals mit 1:0 (1:0) durch und buchte wie erwartet das Achtelfinal-Ticket. Das entscheidende Tor erzielte Dominik Szoboszlai.

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(wed/dpa)

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