Aktualisiert 17.02.2019 16:02

Zu gross und unförmig

3 Tonnen dieser Härdöpfel sollen in den Müll

Der warme und trockene Sommer war ideal für Süsskartoffeln. Sie wuchsen so gut, dass sie zu gross für den Verkauf sind. Aktivisten wollen die Ware nun retten.

von
pam
1 / 7
Im Detailhandel gibt es kaum grosse Süsskartoffeln. Damit zehn Tonnen übergrosse Knollen nicht im Müll landen, lancierten Aktivisten eine Rettungsaktion. Die Nachfrage ist gross.

Im Detailhandel gibt es kaum grosse Süsskartoffeln. Damit zehn Tonnen übergrosse Knollen nicht im Müll landen, lancierten Aktivisten eine Rettungsaktion. Die Nachfrage ist gross.

Grassrooted
«Diese Süsskartoffeln sind bis zu einem Kilo schwer», sagt Dominik Waser von Grassrooted. Ware in einwandfreier Bio-Qualität wegzuschmeissen, sei ein No-go. Der Verein startete eine «Rettungsaktion» für zu grosse Süsskartoffeln.

«Diese Süsskartoffeln sind bis zu einem Kilo schwer», sagt Dominik Waser von Grassrooted. Ware in einwandfreier Bio-Qualität wegzuschmeissen, sei ein No-go. Der Verein startete eine «Rettungsaktion» für zu grosse Süsskartoffeln.

Grassrooted
«Innert weniger Tage sind bei uns schon so viele Bestellungen eingegangen, dass wir die 3-Tonnen-Marke knacken konnten. Aufgrund der grossen Nachfrage werde wir sicher mehr verkaufen können als ursprünglich geplant», so Waser zu 20 Minuten.

«Innert weniger Tage sind bei uns schon so viele Bestellungen eingegangen, dass wir die 3-Tonnen-Marke knacken konnten. Aufgrund der grossen Nachfrage werde wir sicher mehr verkaufen können als ursprünglich geplant», so Waser zu 20 Minuten.

Die Süsskartoffel-Ernte im vergangenen Herbst fiel für die Schweizer Produzenten erfreulich aus. Der warme und trockene Sommer führte aber nicht nur zu einem Ernte-Überschuss, sondern auch dazu, dass die Knollen so gross wurden, dass sie die Detailhändler nicht mehr verkaufen können. Der Verein Grassrooted, der sich gegen Foodwaste einsetzt, will nun mindestens drei Tonnen dieser Bio-Süsskartoffeln vor der Entsorgung retten.

«Diese Süsskartoffeln sind bis zu einem Kilo schwer, richtige ‹Thunder›», sagt Dominik Waser von Grassrooted. Die Ware von einwandfreier Bio-Qualität wegzuschmeissen, sei ein No-Go. «Wir sind im Kontakt mit einem Zürcher Bio-Landwirt, der zehn Tonnen Überschuss an Lager hat, die er nicht verkaufen kann», so Waser.

Die Rüebli-Aktion von Grassrooted.

Mindestens drei Tonnen davon wolle man nun in einer «Rettungsaktion» unter die Leute bringen. Ein Kilo kostet 5.50 Franken, die Mindestabnahmemenge beträgt fünf Kilo. Auf Facebook haben bereits 117 Personen angekündigt, am Verkauf in zwei Wochen teilzunehmen. 700 Nutzer haben zudem Interesse bekundet.

Der Verein machte bereits durch Rettungsaktionen von 30 Tonnen reifen Tomaten sowie 30 Tonnen Rüebli auf sich aufmerksam.

Weitere Aktionen sollen folgen

Weitere Aktionen sollen folgen. «Mittlerweile vergeht fast kein Tag, an dem uns nicht ein Landwirt oder eine Produzentin kontaktiert und um Hilfe bittet.» Auf diese Weise habe man bereits viele Betriebe besucht und sei jedes Mal auf Neue erschrocken ab den Unmengen Lebensmittel, die weggeschmissen werden sollen. «Wir werden weiterhin versuchen, möglichst viel davon aufzufangen und haltbar zu machen. Fleissig tüfteln wir an neuen Rezepten, Lösungen und Absatzwegen», heisst es auf der Webseite.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.