Aktualisiert 13.08.2009 19:26

Förderpreis «Eiche 2200»30 000 Franken für Pflege des Eichenwaldes

Der Förderpreis «Eiche 2200» geht an die Stadt Bülach: Sie erhält vom Verein proQuercus 30'000 Franken, weil sie seit vielen Jahren ihre Eichenwälder mit «besonderem Einsatz und in vorbildlicher Weise» bewirtschafte.

Eingesetzt werden soll das Geld für die Schaffung einer Hektare eichenreichen Jungwaldes, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der Stadt Bülach und des Vereins vom Freitag heisst. Der Preis wird 2009 zum dritten Mal verliehen.

Gemäss Mitteilung hat die Eichenwaldwirtschaft in Bülach lange Tradition. Viele Flurnamen, wie etwa «Hardwald» oder «Die fünf Eichen», lassen keinen Zweifel daran, dass die Eiche seit langem fester Bestandteil der Bülacher Kulturlandschaft ist.

Vor allem im 19. Jahrhundert geriet die Eiche aber wegen des Bedarfs an Eisenbahnschwellen stark unter Druck. Hektarweise wurden Eichenwälder kahl geschlagen und in Fichten- und Föhrenforste umgewandelt.

Unter dem Eindruck der akuten Gefährdung der Eiche im Bülacher Stadtwald begann der Forstdienst ab den 1940er-Jahren, diese Baumart wieder zu fördern. 1947 beschloss der Stadtrat die Wiederherstellung von 170 ha Eichenwald und eine gezielte Politik der Eichenförderung zu betreiben.

Jedem seine Eiche

Es wurde Wert darauf gelegt, die Bevölkerung daran zu beteiligen. So hat etwa jeder Primarschüler die Gelegenheit, seine Eiche zu pflanzen und damit ein persönliches Verhältnis zur Baumart Eiche und zum Bülacher Wald aufzubauen.

Mittlerweile hat Bülach das grösste Eichenvorkommen im Kanton Zürich. Dieses bietet vielen Tierarten Lebensraum, darunter dem bedrohten Mittelspecht.

Der Preis «Eiche 2200» wird der Stadt Bülach am 15. August im Rahmen des Hand- und Umweltfestes übergeben. Bisherige Preisträger waren 2007 Allschwil BL und 2008 Peseux NE. (sda)

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