Good News: 30 000 neue Jobs – in einem Jahr
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Good News30 000 neue Jobs – in einem Jahr

Allen Krisenbefürchtungen zum Trotz: Auf dem Schweizer Arbeitsmarkt gab es zur Jahresmitte fast nur positive Signale. Innert Jahresfrist wurden 30 000 neue Jobs geschaffen.

von
Balz Bruppacher
Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten erhöhte sich innerhalb eines Jahres um 1,1 Prozent auf 2,767 Millionen.

Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten erhöhte sich innerhalb eines Jahres um 1,1 Prozent auf 2,767 Millionen.

Nach dem soliden Wachstumsausweis der Schweizer Wirtschaft für das zweite Quartal dieses Jahres kommen auch vom Arbeitsmarkt gute Nachrichten. Das Beschäftigungswachstum hat sich in den Monaten April bis Juni fortgesetzt, wie das Beschäftigungsbarometer des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt.

Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten erhöhte sich innerhalb eines Jahres um 1,1 Prozent auf 2,767 Millionen. Das ist die höchste Zahl seit dem dritten Quartal 2008, als die Finanzkrise voll ausbrach. Innerhalb eines Jahres wurden in der Industrie und im Dienstleistungssektor je 15 000 neue Stellen geschaffen. Die Beschäftigung im Dienstleistungssektor hat damit das Vorkrisenniveau wieder überschritten.

Industrie im Hoch, Hotellerie verliert

In der Industrie fehlen dazu noch 15 000 Stellen. Die Wachstumsrate in der Industrie war mit 1,6 Prozent aber doppelt so hoch wie im Dienstleistungssektor. Der Blick auf die einzelnen Branchen zeigt, dass die Bekleidungs- und Textilindustrie, die Uhrenindustrie und die Metallindustrie prozentual am meisten neue Stellen schufen.

Von den bedeutenden Dienstleistungsbranchen wies der Grosshandel ein überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum aus. Die Aufwertung des Frankens hat hingegen in der Hotellerie und im Gastgewerbe auf die Beschäftigung gedrückt. Sie sank innert Jahresfrist um 2,3 Prozent.

Mangelware Fachkräfte

Mitte Jahr verzeichnete fas BFS 56 300 offene Stellen. Das sind 16 Prozent mehr als vor Jahresfrist, aber 100 offene Stellen weniger als Ende März dieses Jahres. Nach wie vor nach oben zeigt der Index der Beschäftigungsaussichten. Die Statistiker erwarten deshalb, dass die Beschäftigung im laufenden Quartal weiter zunehmen wird. Weiter gestiegen ist der Anteil der Unternehmen, die bei der Rekrutierung von qualifiziertem Personal Probleme haben. Mitte Jahr meldete ein Drittel der befragten Firmen solche Schwierigkeiten.

Wende bei den Arbeitslosenzahlen?

Bisher ist im laufenden Jahr auch die Arbeitslosigkeit kontinuierlich gesunken. Das Staatssekretariat für Wirtschaft befürchtet aber, dass der Rückgang in diesem Herbst zum Stillstand kommen wird. Die Zahlen für den Monat August werden am kommenden Donnerstag veröffentlicht. Wegen der Schul-, Lehr- und Studienabgänger muss zumindest mit einer saisonalen Zunahme der Arbeitslosen gerechnet werden.

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