Samstagern ZH : 30-Jähriger tot in Industriebetrieb gefunden
Aktualisiert

Samstagern ZH 30-Jähriger tot in Industriebetrieb gefunden

Acht Personen wurden bei einem Grosseinsatz der Polizei in Samstagern ZH verhaftet. Darunter ist ein Mann, der verdächtigt wird, einen Landsmann getötet zu haben.

Kapo-Sprecherin Rebecca Tilen im Interview.

In einem Autospritzwerk im Industriegebiet von Samstagern ZH ist am Montagmorgen ein 30-jähriger Rumäne tot aufgefunden worden. Die Leiche lag im Pausenraum. Was sich dort abgespielt hat, ist bisher unklar und Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus.

Die Kantonspolizei Zürich, die mit einem Grossaufgebot vor Ort war, verhaftete acht Personen, vier Schweizer, drei Rumänen und einen Italiener. Sie werden nun zum Tathergang befragt. Der mutmassliche Täter ist ebenfalls unter den Verhafteten. Es handelt sich um einen ebenfalls 30-jährigen Landsmann.

Der Mann wurde angeblich erstochen

Personen, die den Polizeieinsatz beobachtet haben, sind erstaunt, dass so viele Personen in Handschellen abgeführt wurden. Sie wissen aber nicht, was genau vorgefallen ist. Von einer möglichen Auseinandersetzung haben sie nichts mitbekommen. Angeblich sei das Opfer erstochen und übel zugerichtet worden. Die Polizei will das nicht bestätigen.

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Im Industriegebiet von Samstagern sind am Montag mehrere Strassen gesperrt worden.

Im Industriegebiet von Samstagern sind am Montag mehrere Strassen gesperrt worden.

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Auch Strassen im Gebiet sind gesperrt.

Auch Strassen im Gebiet sind gesperrt.

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Die Polizei bestätigt, dass eine Person tot aufgefunden worden ist.

Die Polizei bestätigt, dass eine Person tot aufgefunden worden ist.

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Mehrere Angestellte des Autospritzwerks sollen im Industriegebiet wohnen, darunter auch das Opfer und mehrere Verhaftete. Das Unternehmen gehört einem Autohändler der Region, der vor Ort zwecks Befragung ebenfalls festgenommen wurde. «Es ist ein geschäftiger Mann», sagt ein Insider. Was vorgefallen ist, weiss er aber auch nicht. «Die Angestellten leben für sich, sodass man nicht viel hört und sieht.»

Wilde Spekulationen über mögliches Motiv

Das lässt Raum für wilde Spekulationen. Es gibt Gerüchte, dass im Industriegebiet mit Drogen gehandelt worden sei. Andere glauben zu wissen, dass Geld mit Schwarzarbeit verdient worden sei. Was ein mögliches Motiv sein könnte, ist derzeit aber noch völlig unklar. Spezialisten des Forensischen Instituts, Rechtsmediziner und die Staatsanwaltschaft führen umfangreiche Ermittlungen durch. (20 Minuten)

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