Teures Versäumnis: 300 Neulenker müssen ganz von vorn beginnen
Aktualisiert

Teures Versäumnis300 Neulenker müssen ganz von vorn beginnen

Weil sie die Weiterbildungskurse verschlafen haben, ist der Führerausweis auf Probe von 300 Neulenkern abgelaufen.

von
Antonio Fumagalli

Für bis zu 300 junge Leute ist der Traum vom Autofahren in weite Ferne gerückt: Weil sie die seit November 2005 obligatorischen Weiterbildungkurse verschlafen haben, ist ihr Führerausweis nun nicht mehr gültig. Drei Jahre hätten sie dafür Zeit gehabt – jetzt müssen sie wieder bei null beginnen. Wollen sie ­einen neuen Ausweis beantragen, wird es aufwändig und teuer. Neben den Kosten für die Wiederholung der theoretischen und der praktischen Prüfung gilt es auch noch den Verkehrskundekurs und zusätzliche Fahrstunden zu berappen. «Da kommen ohne wei­teres nochmals 800 bis 1000 Franken hinzu», sagt Philipp Mannhard von der gleichnamigen Fahrschule. «Viel Geld für ein Versäumnis», findet auch M.S.*, der einen Kurs verpasst hat: «Nächstes Mal passe ich besser auf.»

Laut Ernst Anderwert, Präsident der Vereinigung der Strassenverkehrsämter (ASA), liegt die effektive Zahl derjenigen Neulenker, die ihre Weiterbildungspflicht nicht erfüllt haben, noch einiges höher: «Die meisten davon sind aber ins Ausland gezogen und fahren gar nicht mehr auf Schweizer Strassen.» Im Grossen und Ganzen würden die Kurse aber rechtzeitig besucht, sagt Anderwert, der davon ausgeht, dass sich die Zahl der Neulenker-Versäumer verringern wird: «Wenn es sich herumspricht, wie viel Mühe man sich ersparen kann, werden in Zukunft weniger die Weiterbildung vergessen.»

* Name der Redaktion bekannt

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