Aktualisiert 20.08.2013 09:26

Fukushima300 Tonnen verstrahltes Wasser entwichen

Zwischenfall beim Reaktor in Fukushima: Eine grosse Menge radioaktives Wasser ist aus einem Tank ausgelaufen und grösstenteils im Boden versickert. Die Umstände sind unklar.

Auf dem Gelände des japanischen Katastrophenreaktors Fukushima sind 300 Tonnen hoch radioaktives Wasser aus einem Stahltank ausgelaufen. Dies hat am Dienstag die Betreiberfirma Tepco in Tokio mitgeteilt. Das Wasser ist demnach zum Grossteil im Boden versickert, trotz einer Barriere aus Sandsäcken rund um den Tank. Die Reste würden nun in Ersatztanks gepumpt. Angaben zur Ursache oder dem genauen Ort machte das Unternehmen zunächst nicht.

In der Atomanlage war es 2011 nach einem Erdbeben und einem Tsunami zum Super-GAU mit mehreren Kernschmelzen gekommen.

Zwei Jahre nach Fukushima

Nach massiven Problemen mit auslaufendem, radioaktivem Wasser hat die japanische Regierung Anfang des Monats angekündigt, die Lösung des Problems selbst in die Hand nehmen. Erwogen wird der mehrere Milliarden Euro teure Bau einer Abschottung rund um die Atomruine, um das auslaufende Wasser zu stoppen.

Japaner gedenken Fukushima-Opfer

Zuvor hatte die japanische Regierung bestätigt, dass seit gut zwei Jahren täglich etwa 300 Tonnen kontaminiertes Wasser in der Nähe des zerstörten Kraftwerks ins Meer strömen. Tepco erklärte dazu, dass das Wasser auch unter oder über eine im Boden eingelassene Barriere fliesst.

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