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Benimmregeln auf Mallorca3000 Euro Busse für Saufgelage am Ballermann

Neue Benimmregeln sollen auf Mallorca für Ordnung sorgen. Wer dagegen verstösst, muss tief in die Tasche greifen.

von
tas
16.7.2018
Wer bei einem Saufgelage erwischt wird, muss bis zu 3000 Euro Strafe zahlen.

Wer bei einem Saufgelage erwischt wird, muss bis zu 3000 Euro Strafe zahlen.

Keystone/Ennio Leanza
Haut zeigen ist okay – aber nur am Strand.

Haut zeigen ist okay – aber nur am Strand.

Keystone/Steffen Schmidt
Nur in Lokalen darf Alkohol ausgeschenkt werden.

Nur in Lokalen darf Alkohol ausgeschenkt werden.

Keystone/Steffen Schmidt

Diese Nachricht könnte vielen trinkfreudigen Touristen die Party verderben. Grund: Das Rathaus von Palma hat für Mallorca und speziell für den berühmt-berüchtigten Ballermann neue Benimm-regeln aufgestellt, die voraussichtlich im September rechtskräftig werden sollen. Bei Verstössen gegen die Ordnung drohen nun hohe Geldstrafen

So muss ab Herbst ein Urlauber, der beim Kauf von illegalen Strassenhändlern (Sonnenbrillen, Taschen etc.) erwischt wird oder sich eine (illegale) Massage am Strand gönnt, 100 bis 750 Euro Strafe zahlen. Die Strassenhändler selbst müssen ihre Ware vernichten und zudem 100 bis 750 Euro Strafe zahlen.

Und jetzt wird es happig: Wer auf der Strasse Alkohol kauft oder verkauft, muss 700 bis 1500 Euro hinlegen, «Trinkgelage mit mehr als zehn Personen» schlägt mit rekordverdächtigen 3000 Euro zu Buche.

Oben ohne kostet bis zu 750 Euro Strafe

Auch für besonders offenherzige Feriengäste wird es in Zukunft teuer: Eine Frau, die oben ohne «ausserhalb des strandnahen Raumes» angetroffen wird, muss 100 bis 750 Euro bezahlen; für Sex in der Öffentlichkeit sowie das Zeigen von Geschlechtsteilen gilt dasselbe.

Zudem ist der Verkauf von Alkohol von Mitternacht bis acht Uhr morgens verboten – nur Lokale sind ausgenommen. Aber: Wer ausserhalb des Ladens trinkt, wird bestraft. So müssen die Pubs ihre Terrassen notfalls einzäunen. «Ziel der Massnahmen ist es, die Ruhe und die Sicherheit in den Vierteln zu fördern und den Alltag der Anwohner zu erleichtern, die sich täglich mit Betrunkenen herumschlagen müssen», fasst die «Mallorca-Zeitung» zusammen.

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