Aktualisiert 07.06.2007 05:09

3000 G-8-Gegner harren beim Zaun

Nach heftigen Auseinandersetzungen am Mittwoch zwischen Gegnern des G8-Gipfels und der Polizei ist in der Nacht auf heute gespannte Ruhe rund um Heiligendamm eingekehrt. Derzeit hielten sich aber noch mehr als 3000 Demonstranten in der Nähe des zwölf Kilometer langen Sicherheitszauns auf.

Dies teilte die Polizei-Sondereinheit Kavala mit. Die Gipfelgegner bilden Sitzblockaden und bevölkern Strassen und Kontrollpunkte an der Rennbahn nahe Heiligendamm, in Börgerende und in Hinter Bollhagen.

Viele von ihnen würden dort wohl auch im Freien übernachten wollen, sagte die Polizei. Es werde damit gerechnet, dass sich die Beamten "in dieser Nacht noch auf das ein oder andere Scharmützel" mit den Demonstranten einstellen müssten.

Zum Gipfelauftakt am Mittwoch war die Sicherheitssituation eskaliert. 141 Festnahmen verzeichnete die Polizei. Ausserdem wurden 24 Personen zur Unterbindung von Straftaten in so genannte Gewahrsam genommen. Massive Polizeikräfte mussten tausende Demonstranten vom eingezäunten Tagungshotel in Heiligendamm fern halten und Blockaden auflösen.

Dabei kamen auch Wasserwerfer zum Einsatz. Insgesamt versammelten sich laut Polizei 10'000 Demonstranten. Die Sicherheitsmassnahmen mit einem der grössten Polizeieinsätze der deutschen Geschichte waren dabei aber offensichtlich lückenhaft.

Bereits unmittelbar vor dem Eintreffen der Staats- und Regierungschefs überschritten tausende Demonstranten Sicherheitslinien und versammelten sich am Schutzzaun rund um das Tagungshotel. Polizisten gingen mit Gummiknüppeln gegen G8-Gegner und gewalttätige Autonome vor.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.