3000 Polizisten beschützen den Papst in Ankara
Aktualisiert

3000 Polizisten beschützen den Papst in Ankara

Wenige Stunden vor der Landung von Papst Benedikt XVI. in Ankara sind türkische Bereitschaftspolizisten am Flughafen und in der Stadt in Position gegangen. Zur Sicherung der Ankunft wurden dem Vernehmen nach rund 3000 Beamte in Bereitschaft versetzt, darunter auch Scharfschützen.

Auch in Istanbul, wo der Papst den grössten Teil des viertägigen Besuchs verbringt, wurden die Sicherheitsvorkehrungen massiv verstärkt. «Wir haben alle erforderlichen Massnahmen getroffen», sagte Polizeisprecher Ismail Caliskan in Istanbul.

Der türkische Justizminister Cemil Cicek bezeichnete den Besuch des Papstes am Montag als eine Chance zur Verbesserung der Beziehungen zwischen der christlichen und der islamischen Welt. Staatspräsident Ahmet Necdet Sezer kündigte an, er wolle bei seiner Unterredung mit Benedikt am Dienstag die «Möglichkeiten zur Entwicklung von gegenseitiger Verständigung und Zusammenarbeit» erkunden.

Nach der für 12.00 Uhr erwarteten Landung in Ankara ist auf dem Flughafen eine Begegnung mit Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan geplant, bevor dieser zum NATO-Gipfel nach Riga fliegt. Benedikt will anschliessend das Atatürk-Mausoleum besuchen und im Präsidentenpalast mit Sezer sprechen. Für Dienstagabend ist eine Rede vor ausländischen Botschaftern in der Türkei vorgesehen.

Am Mittwoch bricht Benedikt von Ankara nach Izmir auf und reist dann weiter nach Ephesus, wo die einzige Messe unter freiem Himmel geplant ist. Als Höhepunkt des Besuchs gilt am Nachmittag die Begegnung mit dem orthodoxen Patriarchen Bartholomäus I. in Istanbul. Am Donnerstag will Benedikt die ehemalige Kathedrale der Hagia Sophia besichtigen. Vor seinem Abflug am Freitag feiert der Papst in der Heilig-Geist-Kathedrale von Istanbul eine Messe. (dapd)

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