Openair Frauenfeld : 3000 Tickets waren innerhalb von Minuten weg
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Openair Frauenfeld 3000 Tickets waren innerhalb von Minuten weg

Innert Minuten waren am Freitag die ersten Early-Bird-Tickets für das Openair Frauenfeld 2015 weg. Auf politischer Ebene brodelt es derweil wegen des Abfallkonzepts.

von
jeh
So sah es auf dem Gelände des Openair Frauenfelds 2014 nach dem Festival aus. Abfall und Müll soweit das Auge reicht.

So sah es auf dem Gelände des Openair Frauenfelds 2014 nach dem Festival aus. Abfall und Müll soweit das Auge reicht.

«Sold Out Early Bird 2015: Nach ein paar Minuten waren alle Tickets weg. Infos wann die nächsten Tickets erhältlich sind, folgen bald»: So hiess es auf der Facebook-Seite des Openair Frauenfeld bereits kurz nachdem am Freitag der Verkauf der ersten 3000 Early-Bird-Tickets begonnen hatte. Ein solches kostet 159 Franken, ein normaler Dreitages-Pass 209 Fr.

Dieses Jahr ist es zudem möglich, sich ein Camping-Upgrade für 60 Franken zu sichern. Die Besucher können so einen Zeltplatz reservieren. Darin inbegriffen sind auch separate WC- und Duschanlagen sowie kostenloses WLAN. Für ein Camping-Upgrade ist allerdings ein Festival-Ticket notwendig.

«Allmend verkommt zur Müllhalde»

Im Vorfeld der ersten Ticketverkäufe war es zu politischen Misstönen gekommen. So hatte sich der Frauenfelder Gemeinderat Fredy Marty in einer Einfachen Anfrage an den Stadtrat über die Zustände auf dem Festival-Gelände beschwert. «Nach dem Festival-Wochenende blieben rund 150 Tonnen Abfall liegen», schreibt Marty. Dies habe dem Ansehen der Stadt Frauenfeld geschadet.

«Es kann nicht angehen, dass die Allmend, die von uns Frauenfelderinnen und Frauenfeldern als Freizeitgelände genutzt und geschätzt wird, jedes Jahr im Juni zu einer Müllhalde verkommt», so der Gemeinderat. Seiner Meinung nach braucht es schärfere Auflagen.

Abfallkonzept muss verbessert werden

In seiner Antwort bedauert der Stadtrat nun die Zustände nach dem letzten Openair. «Dennoch ist der Stadtrat der Meinung, das Openair 2014 als Ganzes habe dem Ansehen der Stadt Frauenfeld nicht geschadet», heisst es in der Antwort. Man müsse dabei beachten, das für die Stadt Steuereinnahmen aus den Künstlergagen von rund 150'000 Franken pro Jahr entstünden. Dazu kommen erhebliche Einnahmesteigerungen bei lokalen Geschäften, die der Stadt ebenfalls Steuern einbringen.

Trotzdem sei sich der Stadtrat bewusst, dass verschiedene Themen mit dem Veranstalter und anderen Behörden angeschaut werden müssten. Dazu gehöre auch das Abfallkonzept.

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