Massaker in Afrika: 3000 Tote nach Viehdiebstahl
Aktualisiert

Massaker in Afrika3000 Tote nach Viehdiebstahl

Im Südsudan sind Kämpfe zwischen verschiedenen Stämmen eskaliert. Alleine in der vergangenen Woche wurden mehr als 3000 Menschen getötet. Die meisten waren Frauen und Kinder.

Philip Aqoir, Sprecher der südsudanesischen Polizei, berichtet von den Ausschreitungen. Links: Vertriebene eines der betroffenen Stämme nach den Unruhen.

Philip Aqoir, Sprecher der südsudanesischen Polizei, berichtet von den Ausschreitungen. Links: Vertriebene eines der betroffenen Stämme nach den Unruhen.

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Volksgruppen im Südsudan sind nach örtlichen Behördenangaben in der vergangenen Woche mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Darunter befänden sich fast 2200 Frauen und Kinder sowie mehr als 950 Männer, sagte der Verwaltungschef der Region Pibor, Joshua Konyi, am Freitag. «Es gab Massentötungen, ein Massaker», fügte er hinzu.

Rund 6000 bewaffnete junge Männer vom Stamm der Lou Nuer waren in der vergangenen Woche in das Dorf Pibor in der Unruheprovinz Jonglei eingedrungen, das von Angehörigen der Murle bewohnt wird. Die Angreifer brannten Hütten nieder und plünderten ein Spital der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Grund für den Angriff waren angebliche Viehdiebstähle der Murle. Die Vereinten Nationen sprachen anschliessend von hunderten Toten. (sda)

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