Aktualisiert 30.08.2015 20:11

Konflkt im Jemen31 Tote bei Angriff der Militärallianz

Bei einem Luftangriff des von Saudiarabien geführten Militärbündnisses im Jemen sind nach Angaben von Ärzten 31 Menschen getötet worden.

von
fal
Tod und Verwüstung: Luftangriffe der Militärallianz haben erneut viele Opfer gefordert. (26. August 2015)

Tod und Verwüstung: Luftangriffe der Militärallianz haben erneut viele Opfer gefordert. (26. August 2015)

Beim heutigen Luftangriff im jemischen Norden haben mindestens 31 Menschen ihr Leben verloren. Unter den Todesopfern des Angriffs auf eine Fabrik würden sich auch 17 Zivilisten befinden, teilten Ärzte und Augenzeugen mit. Auch 14 Rebellen seien getötet worden.

Ziel des Angriffs sei eine Wasserabfüll-Fabrik in der nördlichen Provinz Hidschdscha gewesen. Auch eine nahe gelegene Rebellen-Stellung sei ins Visier genommen worden.

Bewaffnete töten Adens Sicherheitschef

Adens Sicherheitschef Abdelhakim al-Sanidi wurde von einem Motorrad aus erschossen, als er im Stadtviertel Al-Mansura auf einer belebten Strasse fuhr. Dies teilten Sicherheitsbeamte mit.

Zu dem Anschlag bekannte sich niemand, einige Beamte vermuten jedoch das Terrornetzwerk al-Qaida hinter dem Angriff, weil die Gruppe in der Vergangenheit ähnliche Attentate verübt hatte.

Regierungstruppen machen Boden gut

Monatelang waren die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen auf dem Vormarsch weit in den Süden. Doch jetzt könnten die Regierungstruppen und ihre Verbündeten die Provinz Marib erobern – und den Huthis den Strom abstellen.

Die Bürgerkriegskontrahenten im Jemen bereiten sich auf eine Schlacht um wichtige Regionen im Zentrum des Landes vor. Sicherheitsbeamte beider Seiten erklärten am Sonntag, im Zentrum der Militäraktionen von schiitischen Huthi-Rebellen und Regierung sowie deren jeweiligen Verbündeten stehe die ölreiche Provinz Marib. Von dort aus werde die von den Huthis kontrollierte Hauptstadt Sanaa mit Elektrizität und Treibstoff versorgt.

Rebellen vom Iran unterstützt

Die Regierung und ihre Verbündeten haben nach Aussagen von Augenzeugen und Beamten ihren Druck auf die Provinzhauptstadt Marib verstärkt, während die Huthis ihre Stellungen in der nördlich gelegenen Provinz Dschauf verstärken, Gräben ausheben und Minen legen. Falls es den regierungstreuen Kräften gelingt, die Huthis aus Marib zu vertreiben, könnten sie schnell nach Dschauf vorstossen, das an Saudiarabien grenzt und den Zugang zur Huthi-Hochburg Saada kontrolliert.

Die Huthis hatten vor knapp einem Jahr Sanaa überrannt. Im März zwangen sie Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi zur Flucht nach Aden und später ins Ausland. Kurz darauf intervenierten Saudiarabien und andere sunnitische Golfstaaten mit Luftangriffen gegen die Huthis. Die Rebellen werden vom Iran unterstützt und haben sich mit Hadis Vorgänger Ali Abdullah Saleh verbündet. Im Land ist aber auch ein Ableger des Terrornetzwerks al-Qaida aktiv. (fal/sda)

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