Aktualisiert 08.02.2010 19:58

St. Gallen33 Millionen für Spital-Logistikzentrum

Das Haus 24 des Kantonsspitals St. Gallen soll für 33 Millionen Franken in ein Logistikzentrum umgebaut werden.

Die St. Galler Stimmberechtigten stimmen am 7. März über den Baukredit ab. Am Montag warb die St. Galler Regierung für ein Ja zur kantonalen Vorlage.

Im Haus 24 des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) sollen auch die Zentralsterilisation (ZSVA), die Kantonsapotheke und die Wäscherei untergebracht werden. Mit der Erneuerung der Zentralsterilisation erfülle der Kanton die Auflagen des Schweizerischen Heilmittelinstituts swissmedic, sagte die St. Galler Gesundheitschefin Heidi Hanselmann.

Die heutigen dezentralen Anlagen seien nicht mehr zeitgemäss. Mit einer ZSVA am Kantonsspital könnten künftig drei Spitalregionen mit Sterilgut versorgt werden. Die St. Galler Regierung geht dabei von 230 000 Sterileinheiten aus.

In einer ersten Vorlage war von 110 000 Einheiten ausgegangen worden. «Die alte Vorlage hatte Mängel», sagte Hanselmann. «Wir brauchen eine weitsichtige Lösung für die nächsten 20 Jahre.»

Der St. Galler Kantonsrat hatte im April 2007 einen Kredit von 15 Millionen Franken gutgeheissen. Zehn Tage vor dem Spatenstich wurde jedoch ein Baustopp verhängt. Der unpopuläre Entscheid sei aber richtig gewesen, sagte der St. Galler Bauchef Willi Haag.

Überarbeitete Vorlage

Bei der Planung habe sich gezeigt, dass umfangreiche Umstellungen in den Betriebsabläufen nötig werden. Auch die Mengen und die Qualitätsanforderungen wurden deutlich erhöht, sagte Haag. Die Bauvorlage wurde total überarbeitet, wodurch Mehrkosten von 18 Millionen Franken resultierten.

Kantonsapotheke, Sterilgutversorgung, Wäschedienst und Postgüter erhalten neu einen gemeinsamen Wareneingang und ein zentrales Lager. Mit dem Logistikzentrum könnten Raum- und Qualitätsprobleme behoben und die Arbeitsabläufe optimiert werden.

Der St. Galler Kantonsrat stimmte dem Kredit im Dezember des vergangenen Jahres mit 71 zu 35 Stimmen bei zwei Enthaltungen zu. Weil der Baukredit die 15-Millionen-Grenze übersteigt, untersteht er dem obligatorischen Finanzreferendum und wird dem Stimmvolk vorgelegt. Die SVP lehnt die Vorlage ab. (sda)

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