33 Parteien stellen sich zur Wahl
Aktualisiert

33 Parteien stellen sich zur Wahl

Die Parteienlandschaft in Italien ist traditionell zersplittert und in ständigem Fluss.

Dieses Mal stellen sich insgesamt 33 Parteien bzw. Parteienbündnisse zur Wahl, unter anderem:

POPOLO DELLA LIBERTA

- Das «Volk der Freiheit» ist das stärkste Parteienbündnis im Mitte-Rechts-Lager mit Milliardär und Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi als Spitzenkandidat. Angeführt wird das Bündnis von der gleichnamigen Partei PDL unter dem Vorsitz Berlusconis, in der seine ehemalige «Forza Italia» (FI) und die rechte Nationale Allianz (AN) unter Gianfranco Fini aufgegangen sind.

Ebenfalls dabei sind die in Norditalien stark vertretene «Liga Nord» unter Umberto Bossi und die «Autonomia Sud», eine Gruppierung für mehr Investitionen und Rechte für Sizilien und Sardinien. Die PDL ähnelt ihrem Vorgänger, Berlusconis «Haus der Freiheiten». Zu ihren Hauptversprechen gehören Aufschwung für Italien und speziell für den ärmeren Süden des Landes sowie die Förderung der Familie durch Steuersenkungen.

LA DESTRA

- «Die Rechte», eine rechtsextreme Gruppierung unter den Ex-AN- Mitgliedern Francesco Storace und Daniela Santanchè.

UNIONE DI CENTRO

- Die Zentrumsunion tritt mit Pier-Ferdinando Casini als Spitzenkandidat an. Die UDC steht ein für eine Politik der Mitte, die Förderung von Industrie und Familie, die Stärkung christlicher Werte, eine Stabilisierung der instabilen italienischen Politik. Die Partei ist aus den ehemaligen Christdemokraten UDC hervorgegangen und gehörte vorher zu den traditionellen Bündnispartnern Berlusconis.

PARTITO DEMOCRATICO

- Die PD (Demokratische Partei) ist das stärkste Parteienbündnis im Mitte-Links-Lager. Spitzenkandidat ist Walter Veltroni, der ehemalige römische Bürgermeister. In dem Bündnis sind die gleichnamige Partei PD unter dem Vorsitz Veltronis und die Partei «Italia dei Valori» (Italien der Werte) unter dem Vorsitz des ehemaligen «Mani-Pulite»-Staatsanwalts Antonio Di Pietro enthalten.

Zu ihren Hauptanliegen zählen die finanzielle Förderung von Familien und jungen Leuten, Steuersenkungen, Stärkung des Sozialstaates und eine Reform des Bildungssystems.

LA SINISTRA ARCOBALENO

- Die «Regenbogen-Linke» steigt mit Fausto Bertinotti als Spitzenkandidat ins Rennen. In ihr aufgegangen sind die «Rifondazione Comunista» (Kommunistische Wiedergründung), die Grünen (»Verdi») unter dem ehemaligen Umweltminister Alfonso Pecoraro Scanio und die Italienischen Kommunisten (»Comunisti Italiani») unter Oliviero Diliberto.

Hauptanliegen der Partei sind die Fortsetzung des unter Romano Prodi begonnenen Kampfes gegen die in Italien weit verbreitete Steuerhinterziehung und eine Wiederverteilung der so erwirtschafteten Ressourcen an finanziell Schwache. Auch kämpft das Bündnis für sicherere Arbeitsplätze.

PARTITO SOCIALISTA

- Die Sozialistische Partei unter dem Vorsitz von Enrico Boselli steht der PD nahe. Hauptanliegen ist unter anderem eine stärkere Trennung von Staat und Kirche. (sda)

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