04.12.2019 11:32

Bell in Oensingen 34 Schlachthof-Besetzer kommen vor Gericht

Im November 2018 besetzten über 130 Tierrechtler den Schachthof von Bell in Oensingen SO. Von den Aktivisten müssen nun 34 vor dem Richter antraben.

von
miw
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«Ein vermummter Aktivist läuft auf dem Gelände von Bell umher», schreib im November 2018 ein Leser-Reporter live aus Oensingen SO.

«Ein vermummter Aktivist läuft auf dem Gelände von Bell umher», schreib im November 2018 ein Leser-Reporter live aus Oensingen SO.

Leser-Reporter
Kurze Zeit später wurde bekannt, was dahinter steckt: Über 130 Personen hatten bei einer Nacht-und-Nebel-Aktion den Schlachthof von Bell besetzt.

Kurze Zeit später wurde bekannt, was dahinter steckt: Über 130 Personen hatten bei einer Nacht-und-Nebel-Aktion den Schlachthof von Bell besetzt.

Die Tierschützer waren heimlich in den Schlacht-Trakt eingedrungen.

Die Tierschützer waren heimlich in den Schlacht-Trakt eingedrungen.

Der Fall der Schlachthofbesetzung vom 21. November 2018 kommt vor den Richter: 34 Tierschützern soll im Kanton Solothurn der Prozess gemacht werden.

Vor über einem Jahr stürmten mitten in der Nacht über 130 Aktivisten das Schlachthaus des Fleischverarbeiters Bell in Oensingen. Von 2.30 Uhr morgens bis in den frühen Abend hinein harrten die Tierrechtler der Organisation «269 Libération Animale» im Fabrikgebäude aus – der Schlachthof wurde durch diese Besetzung temporär lahmgelegt.

Schlachthof-Besetzer kommen vors Gericht

Im November 2018 besetzten über 130 Tierrechtler den Schachthof von Bell in Oensingen SO. Von den Protestler müssen nun 34 beim Richter antraben.
(Video: Leser-Reporter)

Am frühen Nachmittag begann die Polizei nach Aufforderung des Fleischfabrikanten, das Areal zu räumen – die Besetzer mussten sich geschlagen geben. In der Folge erliess die Staatsanwaltschaft im Mai 2019 mehr als hundert Strafbefehle wegen Nötigung, Hausfriedensbruchs sowie Hinderung einer Amtshandlung.

34 Besetzer wehrten sich weiter

Dagegen haben nun aber 34 Personen Einsprache erhoben; mit der Anklage der Solothurner Justiz waren sie nicht einverstanden. Deshalb wird ihnen nun vor Gericht der Prozess gemacht: «Nach Prüfung der Einsprachen hält die Staatsanwaltschaft an den Strafbefehlen fest und überweist die Akten dem Richteramt Thal-Gäu zur Durchführung der Hauptverfahren», teilt die Staatsanwaltschaft Solothurn mit. Es wird also noch ein Urteil gefällt. Die Termine der Gerichtsverhandlungen stehen noch nicht fest.

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