Aktualisiert 19.08.2009 15:00

Hitzerekord35 Grad und es wird noch heisser

Die Schweiz schwitzt weiter: Mit Temperaturen von bis zu 35 Grad wird der dritte Hitzetag in Folge noch wärmer als der Wochenanfang. Der Höhepunkt ist damit aber noch nicht erreicht. Doch wie sieht es aus mit hitzefrei?

Die Hitzekurve zeigt in dieser Woche weiter steil nach oben: Nach der gestrigen Tropennacht im Unterwallis, Rheintal, Tessin und Genferseegebiet schmort heute die gesamte Schweiz weiter bei 35 Grad im Schatten. Der heisseste Tag des Jahres steht aber noch bevor – der Donnerstag. «So heiss war es dieses Jahr noch nie, und es wird wohl auch nicht mehr so heiss werden», weiss der Wetterfrosch Felix Baum von Meteonews.

Das überrascht niemanden. «Klar, die Ferien sind ja auch rum und wir müssen im Büro schmoren», ärgert sich Herbert, der gerade frisch aus dem Urlaub zurück ist. Wie ihm ergeht es vielen - vor allem jene ärgern sich, die im Urlaub möglicherweise in eine Regenzeit geraten sind und vor den Ferien auch hier meist nur graue Wolken sahen.

«Hitzefrei? Von wegen!»

Zwar werden keine 37 Grad erwartet wie im Jahrhundertsommer 2003. Dennoch schielen viele Schulkinder schon am frühen Morgen nach dem Thermometer. Aus gutem Grund: In der Schule gibt es wenigstens hitzefrei. Theoretisch. Doch schon früher unternahm die Schulleitung alles, um diesen Fall niemals eintreten zu lassen. «In unserer Schule wurde in der dunkelsten Ecke des Schulhofs die Temperatur gemessen. Und da musste es morgens um 6 Uhr schon 36 Grad haben. Und wenn dieser Fall dann endlich einmal eingetreten ist, dann hiess es: 'Das gilt nicht für heute, weils die Tage davor nur ein Grad kühler war', oder so ähnlich», echauffiert sich Hansi Voigt, wenn er an seine Schulzeit zurückdenkt.

Vermehrt Pausen einbauen und schwere Arbeiten am Morgen verrichten

Unter der Hitze leiden müssen auch Personen, die im Freien arbeiten. Arbeitgeber sollten deshalb zu organisatorischen und individuellen Massnahmen greifen, um Arbeitnehmer zu entlasten, sagte Dario Mordasini, Fachsekretär des Bereiches Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei der Gewerkschaft Unia.

Ein Arbeitgeber solle vermehrt Pausen einbauen oder die schwersten Arbeiten am Morgen planen. Auf einigen Baustellen im Tessin würde um 6 Uhr zu arbeiten begonnen und um 14 Uhr Feierabend gemacht, bestätigte Mordasini eine Meldung von Radio Zürisee. Mitarbeitende sollten zudem ein T-Shirt anbehalten, um Sonnenbrände zu vermeiden.

Bekommen Sie frei?

Wie steht es damit bei Ihnen? Hatten Sie als Schulkind hitzefrei? Gibt es heute in Schulen überhaupt noch hitzefrei? Wie steht es damit an Hochschulen? Und wie geht Ihr Arbeitgeber mit den Schmelzofen-Temperaturen um? Gibt er Ihnen frei? Spendiert er Eis? Schreiben Sie Ihre Erfahrungen im Talkback! (sda)

Gesundheits Tipps für heisse Tage

Heiss, heisser, gefährlich heiss: Das Bundesamt für Gesundheit rät besonders sensiblen Personen wie älteren Menschen, Kranken und Kindern sich vor der brütenden Hitze in Acht zu nehmen. Die wichtigsten Tipps des BAG: Viel trinken, körperliche Anstrengungen vermeiden, kalte Mahlzeiten zu sich nehmen und im Kühlen bleiben. Ausserdem sei es wichtig darauf zu achten, ausreichend Salz zu konsumieren. Das Info-Blatt des BAG: «Hitzwelle - die 3 goldenen Regeln»

Meine Güte ist das heiss!

Ob auf der Baustelle, im Büro, bei der Heuernte oder in der Fabrik - zeigen Sie uns, wie heiss es bei Ihnen ist. Bikini im Büro, schaufeln mit nacktem Oberkörper oder mit dem Anzug unterm Springbrunnen - schicken Sie Ihre Hitze-Bilder. Einfach Mail oder MMS mit dem Betreff «Hitze» an .

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